Die frostigen Temperaturen machen es den Akkus nicht leicht. Pflege und richtige Starthilfe wollen gelernt sein.

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Die Pannenhelfer des ADAC sind derzeit im Dauereinsatz. Allein am 13. Dezember mussten die „gelben Engel“ in Nordrhein-Westfalen zu 6000 Einsätzen ausrücken.

Die Pannenhelfer des ADAC sind derzeit im Dauereinsatz. Allein am 13. Dezember mussten die „gelben Engel“ in Nordrhein-Westfalen zu 6000 Einsätzen ausrücken.

dpa

Die Pannenhelfer des ADAC sind derzeit im Dauereinsatz. Allein am 13. Dezember mussten die „gelben Engel“ in Nordrhein-Westfalen zu 6000 Einsätzen ausrücken.

Düsseldorf. „Wer eine Garage hat, ist König“, sagt Jacqueline Grünewald vom ADAC. Wer keine hat, der kommt bei diesen frostigen Temperaturen schnell mal in die Verlegenheit, einen Pannenhelfer rufen zu müssen. Die „gelben Engel“ sind seit Wochen im Dauereinsatz. Täglich helfen sie in ganz NRW rund 5000 Autofahrern, an normalen Tagen sind es nur 3000. Spitzenreiter war der 13. Dezember, da musste der ADAC zu 6000 Einsätzen ausrücken.

Hauptgrund für die Pannenhilfe sind streikende Batterien. Gerade Batterien von modernen Autos machen schnell schlapp. Verursacher sind stromzehrende Steuergeräte für ASP, ESP, Motor, Lüftung oder Scheibenwischer. Grünewald: „Hinzu kommt, dass viele Autofahrer bei kurzen Strecken die Sitzheizung anschalten.“

Stand- und Sitzheizung sollten bei kurzen Strecken aus bleiben

Bei geringen Außentemperaturen nimmt die Batterie fast keine Ladung mehr an. Erst bei längeren Strecken ab 15 Kilometer fängt die Batterie an, sich zu regenerieren. Darum der Tipp vom ADAC: Stand- und Sitzheizung auslassen. Auch der Kaltstart will gelernt sein, meint Hans-Ulrich Sander vom Tüv-Rheinland: „Radio, Gebläse, Scheinwerfer und Heckscheibenheizung, also alle zusätzlichen Stromfresser, ausmachen und vor dem Anlassen die Kupplung treten.“

Nach fünf bis sechs Jahren hat eine Batterie oft ausgedient und muss ersetzt werden. Wer aber die längstmögliche Lebenszeit aus seinem Modell herausholen möchte, der sollte auf Pflege setzen. Ein sauberer Motorraum schützt vor Selbstentladung des Akkus, feuchter Schmutz hingegen ermöglicht Kriechströme und begünstigt die Entladung. Rost an den Anschlussstellen sollte entfernt werden. Wer nicht weiß, wie es um seine Batterie bestellt ist, kann diese beim ADAC oder einer Werkstatt überprüfen lassen.

Der ADAC rät: Vorsicht beim Umgang mit Starthilfekabeln

Sollte der Wagen dennoch nicht anspringen, muss nicht sofort der Pannenhelfer gerufen werden. Auch der Nachbar kann mit einem Überbrückungskabel Retter in der Not sein. Doch Jacqueline Grünewald mahnt zur Vorsicht: „Die Fahrer sollten vorher in die Bedienungsanleitungen beider Autos schauen, damit auch kein Wagen Schaden nimmt.“

Im Ruhezustand das rote Kabel mit den Pluspolen des Spenderakkus sowie der entladenen Batterie verbinden. Anschließend das schwarze Kabel an den Minuspol der vollen Batterie, dann das zweite Ende an ein Metallteil wie den Motorblock klemmen. Nun den Spender-Motor anlassen und sanft Gas geben. Danach das andere Auto starten.

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