In Wuppertal wird eine Häufung von Fällen – auch aus dem Umland – gemeldet. Wichtig ist vor allem Hygiene.

Medizin
Die Erkrankung ist für den Betroffenen lästig.

Die Erkrankung ist für den Betroffenen lästig.

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Die Erkrankung ist für den Betroffenen lästig.

Wuppertal. Die Zahl der beim Wuppertaler Gesundheitsamt gemeldeten infektösen Bindehaut- und Hornhautentzündungen des Auges ist in den letzten Tagen weiter gestiegen. 54 Fälle der hoch ansteckenden Augenerkrankung wurden bisher registriert. 26 davon sind direkt aus Wuppertal, die übrigen aus dem Umland. „Doch die Meldezahlen gehen zurück“, sagt Amtsleiter Jörg Rieger.

Eine Häufung von Fällen wie jetzt in Wuppertal ist nicht selten. So gab es nach Informationen des Landeszentrums Gesundheit NRW im Jahr 2011 eine Phase mit 144 Fällen in Bottrop. Im vergangenen Jahr waren der Rhein-Kreis Neuss mit 63 und Hagen mit 90 Fällen betroffen. Doch auch dies sind nie exakte Zahlen, weil nicht jeder Fall von den Augenärzten gemeldet wird. Diese müssen die Information nämlich nur an die Gesundheitsbehörden weitergeben, wenn in ihrer Praxis eine Häufung auftritt oder der Virusnachweis per Abstrich erbracht wurde. Die Dunkelziffer dürfte also höher liegen.

Unangenehme Symptome: Rotes Auge, Juckreiz, Tränenfluss

Die Krankheit beginnt meist plötzlich mit einer Rötung des Auges, Juckreiz, Tränenfluss. Der Betroffene ist lichtempfindlich. Es kann laut Gesundheitsamtschef Rieger zu einer auch länger anhaltenden Hornhauttrübung kommen.

Wer die Symptome bei sich feststellt, sollte Kontakt zum Augenarzt aufnehmen. Rieger: „Man sollte diesen Verdacht am besten schon im Telefongespräch mit der Praxis zur Sprache bringen, damit der Patient getrennt von anderen Patienten untersucht werden kann.“ Die Krankheit ist nämlich höchst ansteckend, das Virus kann zum Beispiel über verunreinigte Handtücher oder Gegenstände, die mit dem Auge in Berührung kommen, übertragen werden. Eine spezielle Therapie gibt es nicht, behandelt werden nur die Symptome bis zum Abklingen der Krankheit, insbesondere durch Augentropfen oder -creme.

Eine Impfung gibt es nicht, es hilft also nur Vorbeugung, insbesondere Hygiene. Gibt es in der Familie einen Betroffenen, sollte er separate Handtücher benutzen, die Augengegend nicht berühren oder gegebenenfalls sofort danach die Hände waschen, damit das Virus nicht auf andere übertragen wird. Weder Augentropfen noch Kosmetikartikel gemeinsam verwenden. Auch an Ferngläsern oder Fotoapparaten kann das Virus überleben. Weitere Infos finden Sie unter

http://bit.ly/RDV0z4

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