Gesunde Menschen mit einer hohen Lebenserwartung können ein gutes Geschäft machen.

Mit einem finanziellen Polster im Rücken lässt sich der Ruhestand genießen.
Mit einem finanziellen Polster im Rücken lässt sich der Ruhestand genießen.

Mit einem finanziellen Polster im Rücken lässt sich der Ruhestand genießen.

dpa

Mit einem finanziellen Polster im Rücken lässt sich der Ruhestand genießen.

Düsseldorf. Wer kurz vor der Rente erkennt, dass er zwar einiges an Barvermögen angehäuft hat, jedoch seinen laufenden Lebensunterhalt nicht aus regelmäßigen Einkünften decken kann, muss noch einmal handeln. Ein Vorsorge-Modell bietet die private Rentenversicherung in Form der Sofortrente.

Geldtipp

Hier zahlt der Anleger eine bestimmte Summe auf einmal ein und erhält sofort Anspruch auf eine lebenslange, monatliche Rente. Diese wird auch dann noch gezahlt, wenn das investierte Geld aufgebraucht ist, ganz gleich, ob der Versicherte 80, 90 oder über 100 Jahre alt wird. Angespartes Kapital auf dem Bankkonto bietet diese Dauergarantie nicht. Zur Wahl stehen eine ganze Reihe von Vertragsvarianten, die sich je nach individueller Lebens- und Familiensituation für den Sparer anbieten.

Kapitalwahlrecht: Einige Tarife erlauben eine teilweise oder vollständige Kapitalentnahme, beispielsweise Swiss Life Tarif 610 oder Hannoversche Leben Tarif R1. So können Versicherte flexibel auf spätere unvorhergesehene Ereignisse – etwa eine teure Reparatur am Haus – reagieren.

Beitragsrückgewähr: Dadurch wird das Restkapital bei Tod des Versicherten an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Andernfalls würde der Versicherer das Geld einbehalten.

Rentengarantiezeit: Sie gibt an, wie lang die Rente an die Angehörigen gezahlt wird, wenn der Versicherte früh stirbt. Meist werden Garantiezeiten zwischen 5 und 15 Jahren vereinbart. Wird eine Garantiezeit von zehn Jahren festgelegt, und der Versicherte stirbt vier Jahre nach Rentenbeginn, gehen die Zahlungen sechs weitere Jahre an die Bezugsberechtigten.

Zusatzversorgung kostet mehr und senkt die Rentenhöhe

Schicken Sie einen mit 1,45 Euro frankierten und an sich selbst adressierten DinA5-Umschlag an: Redaktion, „Sofortrente“, Postfach 10 11 32, 40002 Düsseldorf.

In allen Geschäftsstellen sowie in den WZ-Punkten in Wuppertal-Elberfeld und -Barmen ist die ausführliche Version gegen eine Gebühr von 1,50 Euro erhältlich.

Jede Zusatzversorgung kostet jedoch extra und senkt die Höhe der Rentenzahlung. „Wer mit einer Sofortrente niemanden versorgen muss, kann solche Varianten außer Acht lassen und dadurch eine höhere monatliche Rente kassieren“, sagt Versicherungsexpertin Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Dies gilt vor allem für den Hinterbliebenenschutz. Wer Angehörige absichern will, sollte deshalb prüfen, ob eine Risikolebensversicherung nicht günstiger kommt.

Die Leistungen der Versicherer: Die Höhe der Sofortrenten schwankt zum Teil deutlich. Das unabhängige Analysehaus Morgen & Morgen weist im August 2011 Renditeunterschiede von mehreren 100 Euro im Jahr aus. Bei 75 000 Euro Einmalbeitrag und volldynamischer Rentenauszahlung gibt es zum Beispiel für einen 65-jährigen Mann von Ergo Direkt, Hannoverscher Leben oder Cosmos Direkt rund 330 Euro monatliche Garantierente plus laufende Überschussbeteiligungen und mit zehn Jahren Rentengarantiezeit. Das ist viel Geld, wenn man es über die Rentenjahre hochrechnet.

Anleger muss lediglich den Ertragsanteil versteuern

Steuer: Steuerlich ist die Sofortrente ein echtes Schnäppchen, denn es ist nur der Ertragsanteil zu versteuern – das sind 18 Prozent bei einem Rentenbeginn ab 65 Jahren. Von 500 Euro Rente wären somit nur 90 Euro zu versteuern. Bei einem angenommenen persönlichen Steuersatz von 25 Prozent blieben dem Finanzamt 22,50 Euro. Da es aber für Rentner noch Freibeträge gibt, geht der Fiskus in der Regel leer aus.

Rendite-Fazit: Eine Sofortrente lohnt sich für Menschen, die sich im Alter gesund fühlen und eine hohe Lebenserwartung haben. Wer „steinalt“ wird, hat ein glänzendes Geschäft gemacht.

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