Alkohol und fusselfreie Wattestäbchen eignen sich für die Säuberung.

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Die Kamera leicht ankippen: So fallen manche Schmutzpartikel schon von selbst heraus.

Die Kamera leicht ankippen: So fallen manche Schmutzpartikel schon von selbst heraus.

dpa

Die Kamera leicht ankippen: So fallen manche Schmutzpartikel schon von selbst heraus.

Frankfurt. Die Aufnahme wäre gelungen, wie der Blick aufs Display der Digitalkamera zeigt: Das Schiff im Vordergrund, die Felsen der Küste dahinter und die Wolkenformationen am Himmel sind ideal eingefangen. Doch wo kommen die "Ufos" her? Ominöse schwarze Flecken verunstalten den Schnappschuss. Sie stammen bei digitalen Spiegelreflexkameras oft von Staub auf dem Sensor.

Tückisch: Schmutz auf der Sensoroberfläche ist beim Blick durch den Sucher der Spiegelreflexkamera nicht sichtbar. Das Licht wird schließlich vom heruntergeklappten Spiegel in den Sucher geleitet. Erst wenn beim Auslösen der Spiegel nach oben klappt und sich der Verschluss öffnet, gelangt Licht auf den Sensor. Weil Staubpartikel oder Fussel Sensorsegmente verdecken, gelangen dort keine Bildinformationen hin. Das Resultat sind schwarze Flecken im Bild.

Kontrollieren lässt sich der Sensor, indem mit kleiner Blende eine helle Fläche unscharf fotografiert wird, erläutert Constanze Clauß vom Photoindustrie-Verband in Frankfurt. Befinden sich Partikel auf der Oberfläche, sind sie auf der Aufnahme deutlich zu erkennen. Zunächst sollte man versuchen, die Staubpartikel mit der kamerainternen Reinigungsfunktion zu entfernen. Führt das zu keinem Ergebnis, muss der Sensor per Hand gereinigt werden.

Dabei müsse man aufpassen, weil der Sensor berührungsempfindlich ist, warnt Bettina Steeger von Canon Deutschland in Krefeld. Den Sensor zu beschädigen, wäre ärgerlicher als die Verschmutzung. Laut Steeger ist der Sensor das teuerste Bauteil der Kamera. Die Reinigung durch den Service des Kameraherstellers ist günstiger.

Wer sich die Reinigung im Do-it-yourself-Verfahren zutraut, muss sich das nötige Zubehör besorgen. Dazu eignen sich ein Fläschchen Isopropyl-Reinigungsalkohol und fusselfreie Wattestäbchen.

Constanze Clauß empfiehlt, vor Beginn der Reinigung den Akku vollzuladen oder das Netzteil anzuschließen. Die Stromzufuhr sollte während der Säuberungsprozedur nicht unterbrochen werden, weil man bei hochgeklapptem Spiegel arbeitet und sonst der Spiegel herunterklappen und die Kamera beschädigt werden könnte.

Zunächst wird das Objektiv abgenommen und mit Hilfe der manuellen Reinigungsfunktion der Kamera der Spiegel hochgeklappt, um den Sensor freizulegen. Wichtig ist, diese Arbeit in einem staubfreien Raum vorzunehmen. Mit Hilfe des Blasebalgs sollte man zunächst versuchen, die Staubpartikel aus der Kamera zu pusten. Dabei wird das Gehäuse mit der Öffnung nach unten gehalten, damit sie hinausfallen können.

Ist die Oberfläche noch nicht sauber, was sich mit einer Kontrollaufnahme herausfinden lässt, muss der Sensor mit Reinigungsalkohol feucht gesäubert werden. Das fusselfreie Wattestäbchen wird mit dem Alkohol getränkt und vorsichtig über Kreuz über den Sensor geführt.

Dabei darf kein Druck ausgeübt werden. Verschmutzungen werden so abgelöst, die Flüssigkeit verdunstet rückstandsfrei und der Sensor sollte wieder freie Sicht haben - bis zur nächsten Staub-Attacke.

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