Eine neue Generation von Smartwatches sorgt für Aufsehen.

Smartwatch 2 von Sony
Die Funktionen der Smartwatch 2 von Sony lassen sich durch zahlreiche Android-Apps fürs Smartphone erweitern. Foto: Sony

Die Funktionen der Smartwatch 2 von Sony lassen sich durch zahlreiche Android-Apps fürs Smartphone erweitern. Foto: Sony

dpa

Die Funktionen der Smartwatch 2 von Sony lassen sich durch zahlreiche Android-Apps fürs Smartphone erweitern. Foto: Sony

Berlin. So schlecht war sie eigentlich nicht, die Idee mit der Armbanduhr. Immer wieder gab es Versuche, Uhren mehr als die Zeit anzeigen zu lassen. Mit bescheidenem Erfolg, analysiert der US-Marktforscher ABI: „Sie sahen hässlich aus und boten nur schlechte Funktionalität.“ Gerade sorgt eine neue Generation von Smartwatches für Furore. Die neuen Modelle haben viel Potenzial, sind aber noch nicht ausgereift.

Smartwatches verbinden sich per Bluetooth mit Smartphone oder Tablet, auf denen eine App des Uhrherstellers laufen muss. Sie signalisieren Anrufe und SMS, zeigen Anrufernamen, Nummern, Termine oder Updates wie das an. Einige fungieren auch als Freisprecher, steuern Handy-Musikplayer und -Navi oder schließen sich mit Sport-Apps kurz.

Die Welle losgetreten hat ein kalifornisches Start-up, das die Pebble fertigt, eine wasserdichte Smartwatch mit Schwarz-Weiß-Display aus elektronischem Papier (1,26 Zoll) für iOS und Android. Die Pebble gehört zur Gruppe von Smartwatches, die vor allem ein Anhängsel zum Smartphone sein wollen. Dazu zählen auch die Smartwatches von Sony. Die Japaner haben schon die zweite Generation ihrer mit Sony-Androiden koppelbaren Uhr angekündigt, die SW2 (199 Euro, ab dem 3. Quartal 2013) für die es bereits viele Apps gibt.

In einem Test der Zeitschrift „c’t“ hielten die SW1 (89 Euro), Pebble und Metawatch rund eine Woche mit einer Akkuladung durch.

Apple, Google, LG und Samsung sollen an Smartwatches arbeiten

Eine ebenfalls wasserdichte Smartwatch mit analogem Uhrwerk ist die Cookoo (iPhone,130 Euro). Sie zeigt Nachrichten oder Erinnerungen nur mit Symbolen im Zifferblatt an.

Die „c’t“ bescheinigt den Smartwatches im Test „interessante Ansätze“, ließ sich aber von keiner „rundum überzeugen“. Die Kleinen haben vorgelegt, nun sollen auch die Großen wie Apple, Google, LG oder Samsung an Smartwatches arbeiten.

Trotz aller Zusatzfunktionen glaubt Cornelia Kelber, Expertin für Medien und Kultur am Zukunftsinstitut in Frankfurt am Main, dass die Zeitanzeige Kernelement bleibt: „Für den Blick auf die Uhrzeit war unter Benutzerfreundlichkeits-Aspekten das Smartphone ein Rückschritt gegenüber der Armbanduhr.“

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