Der Grund sind oft Schlampereien der Hersteller und Konstruktionspannen.

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Nicht alle Blechteile der B-Klasse sind ausreichend mit Korrosionsschutz versehen.

Nicht alle Blechteile der B-Klasse sind ausreichend mit Korrosionsschutz versehen.

dpa

Nicht alle Blechteile der B-Klasse sind ausreichend mit Korrosionsschutz versehen.

Stuttgart. Rost war lange Zeit das Schreckgespenst der Autobesitzer. Weil der Korrosionsschutz in früheren Jahrzehnten noch nicht sonderlich ausgereift war, rottete manchem Fahrer der Wagen regelrecht unterm Gesäß weg.

Jeder Prüftermin geriet zur Zitterpartie, wenn der Sachverständige plötzlich anfing, mit dem Hammer am Auto herumzuklopfen.

Zwar haben die Hersteller den Korrosionsschutz inzwischen erheblich verbessert. Doch auch moderne Autos fallen mitunter noch mit unerwartetem Rostbefall auf.

Es gebe heute deutlich weniger Autos mit Rostproblematik als früher, sagt Hermann Schenk von der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ). Grund sei die verbesserte Rostprävention der Hersteller. Dennoch tauche Rost immer mal wieder auf, sagt Schenk.

"Rost ist leider immer mal wieder ein Thema", sagt auch Arnulf Thiemel vom ADAC. Grund seien häufig Schlampereien der Hersteller sowie Pannen bei der Konstruktion und der Fahrzeugfertigung.

Der ADAC hat aufgrund der Meldungen von Mitgliedern Schadenshäufungen registriert - und da gibt es ein paar Überraschungen: "Es waren Fahrzeuge dabei, von denen man es eigentlich nicht erwarten würde."

ADAC: Verarbeitungsfehler gibt es bei Ford, Mazda und Mercedes

Demnach fiel der Ford Mondeo vor einigen Jahren mit Rostbildung an den Türkanten auf. Beim Mazda 6 war es Rost an den Radläufen. Auch die Mercedes E-Klasse geriet wegen unerwarteter Korrosion in die Schlagzeilen, wie vor kurzem auch die A- und B-Klasse des Herstellers.

Hier war laut Thiemel aufgrund eines Verarbeitungsfehlers an bestimmten Stellen der Karosserie kein Korrosionsschutz aufgebracht worden.

Allerdings werde Korrosion bei den Hauptuntersuchungen (HU) heute nicht mehr so leicht entdeckt wie früher, sagt GTÜ-Experte Schenk. Die meisten Durchrostungen geschehen von innen nach außen. Viele Fahrzeuge seien zudem rundum mit Kunststoffteilen verkleidet.

Roststellen an der Karosserie fielen den Prüfern daher nicht sofort auf. Um auf Nummer sicher zu gehen, müssten die Kunststoffverkleidungen entfernt werden. "Die HU ist aber eine montagefreie Prüfung", sagt Schenk.

Auch auf die "Klangprobe" mit dem Hammer werde heute weitgehend verzichtet. "Wir würden Kunden verlieren, wenn wir mit dem Hammer irgendwo am Auto herumdreschen. Das sieht kein Autofahrer gerne."

Neben Versäumnissen der Hersteller bei der Rostvorsorge setzen Arnulf Thiemel zufolge aber auch unsachgemäßer Umgang der Halter mit ihrem Fahrzeug oder Wartungs- und Reparaturfehler den Rostfraß in Gang. Wer abgeplatzten Lack nicht ausbessert, müsse sich nicht wundern, wenn sich an der Stelle mit der Zeit eine Rostblüte entwickelt.

Auch bei einem rostgeschützten Fahrzeug sei ein pfleglicher Umgang zur Korrosionsvorsorge ratsam. Thiemel empfiehlt eine regelmäßige Wagenwäsche - insbesondere in den Wintermonaten, um rostfördernde Streusalzreste zu entfernen. Lackschäden sowie kleine Roststellen seien immer umgehend auszubessern. "Wer nichts macht, nimmt Rost in Kauf."

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