Die schlechten Abgaswerte können mit einem Filter verbessert werden.

Nicht alle Reisemobile dürfen in Umweltzonen fahren.
Nicht alle Reisemobile dürfen in Umweltzonen fahren.

Nicht alle Reisemobile dürfen in Umweltzonen fahren.

dpa

Nicht alle Reisemobile dürfen in Umweltzonen fahren.

Berlin. Ihr Sinn ist einfach erklärt: Umweltzonen sollen die Umwelt schonen. Deswegen müssen Autos mit miesen Abgaswerten draußen bleiben. In der Regel wird dabei vor allem an Personenwagen gedacht. Wer sich aber auf den Straßen umschaut, sieht dort auch viele Kleintransporter - und vor allem in der wärmeren Jahreszeit Wohnmobile. Weil gerade diese Reisefahrzeuge über viele Jahre genutzt werden, sind ihre Abgaswerte oft schlecht. Das könnte sich nun ändern: Denn zunehmend werden Nachrüstlösungen angeboten.

Traditionell hinken Nutzfahrzeuge - die auch die Basis von Reisemobilen bilden - in Sachen Sicherheits- und Abgastechnik den Personenwagen hinterher. Was die Familienkutsche längst hat, ist im Transporter oft noch jahrelang die absolute Ausnahme. Das bedeutet auch, dass nur die jüngsten Generationen der Reisemobile mit aktueller Abgasfilter-Technik unterwegs sind. Nun jedoch stehen Nachrüst-Filter von Herstellern wie Pirelli, Twintec oder HJS zur Verfügung. Und zwar auch für angejahrte Gefährte, die nur die Abgasnorm Euro 2 oder noch schlechter erfüllen.

50 000 Fahrzeuge sind mit der Euro-2-Norm unterwegs

Ein Markt, der immer noch überraschend groß ist: Laut Michael Raschke von Twintec in Königswinter geht man von 50 000 entsprechenden Fahrzeugen aus, die mit Euro-2-Norm unterwegs sind. Diese Norm ist gleichbedeutend mit einer roten Umweltplakette, die in immer weniger Städten die Einfahrt in die Umweltzone erlaubt. Eine Nachrüstung mit einem Diesel-Partikelfilter kann Reisemobilisten künftig Ärger ersparen - auch wenn die Sache nicht ganz billig ist. Je nach Hersteller sowie Modell und -alter liegen die Preise zwischen 1000 und 4000 Euro. Die Differenz hat auch damit zu tun, dass bei älteren Fahrzeugen oft deutlich mehr Aufwand betrieben werden muss.

Nun gibt es Gerüchte, dass die Förderung der Nachrüstung aus dem Jahr 2009 auch 2010 gelten soll - und auf leichte Nutzfahrzeuge ausgedehnt wird. Diese bilden die Basis der Reisemobile, was dann einen staatlichen Zuschuss bedeuten würde. Allerdings ist noch alles in der Schwebe. Der Caravaning Industrie-Verband rechnet mit einer Entscheidung frühestens im März oder April.

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