Wer viel im Internet unterwegs ist, ist mit einer Flatrate gut bedient. Vorsicht, wenn über Datenmengen abgerechnet wird.

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Unter Umständen kann der flotte Blick aufs Smartphone ganz schön teuer werden.

Unter Umständen kann der flotte Blick aufs Smartphone ganz schön teuer werden.

dpa

Unter Umständen kann der flotte Blick aufs Smartphone ganz schön teuer werden.

Düsseldorf. Gut 8,2 Millionen Smartphones werden in diesem Jahr in Deutschland um die Wette funken - Tendenz steigend. Laut einer Studie soll bald jedes vierte Handy smart sein. Smart meint aber nicht nur technisch aufwändig, sondern häufig auch kostspielig. Die Daten, die per Funk übertragen werden, wollen bezahlt werden.

Nutzer sollten wissen, wofür und wie häufig sie ihr Telefon nutzen

"Wichtig ist, dass sich Nutzer entscheiden, wofür sie ihr Telefon benutzen", sagt Jörn Wolter, Tarifexperte beim Vergleichsportal Handytarife.de. "Wer gelegentlich von unterwegs aus seine E-Mails abruft, braucht kein teures Datenpaket. Umgekehrt: Wer viel mobil surft, ist mit einer Flatrate am besten beraten."

50 SMS können sich Nutzer vorstellen, ein Megabyte nicht

Vorsicht bei Angeboten, die "volumenbasiert" über die Datenmenge abrechnen. Da wird etwa für ein Megabyte (MB) übertragene Daten bis zu 1,99 Euro kassiert. "Aber wer kann sich schon unter einem MB etwas vorstellen?", fragt Wolter. "Zwei Stunden telefonieren oder 50 SMS verschicken, das kann man immerhin nachvollziehen."

Problem: Schon die Startseiten mancher Nachrichten-Portale sind größer als ein MB. Bei aufwändigen Seiten wird der Lesespaß so schnell unübersichtlich und vor allem teuer. Ein Durchschnittssurfer ist mit einem Inklusivvolumen von 200 bis 300 MB gut beraten.

Also eine Flatrate. Dabei ist die Auswahl so groß wie verwirrend: Günstige gibt es zwar schon ab zehnEuro im Monat, dafür schlagen bei ihnen die Kosten für Telefonie oder Kurzmittelungen (SMS) kräftig ins Kontor. Minutenpreise von 0,25 Euro ins Festnetz sind keine Ausnahme.

Kombi-Flats vereinen Telefon- und Datentarife miteinander

Andere Flatrates kombinieren Daten- und Telefontarife miteinander ("Kombi-Flats"). Anrufe ins Festnetz oder das eigene Mobilfunknetz sind dabei meist unbegrenzt enthalten, auch eine Anzahl SMS (30 bis 50).

Daten werden bis zu einer bestimmten Menge flott übertragen, danach wird die Geschwindigkeit gedrosselt. Bei Vodafone kostet etwa die "SuperFlat Internet mobil" im Monat 34,95 Euro, die "Combi Flat S" bei der Telekom gibt’s für 44,95 im Monat. Hinzu kommen einmalige Anschlussgebühren.

Stimmen zum Thema:

"Sollte das Datenvolumen künftig gebremst werden, werde ich mich an die Vorgaben halten, damit es nicht zu teuer wird."

Karsten Loh, 41, Freiberufler

"Wenn Flatrates noch teurer werden, schaffe ich sie ab. Wichtig am Telefon ist das Telefonieren. Internet für unterwegs ist ein Spaß, ich brauche es aber nicht . "

Marija Zurak, 32, Team-Assistentin

"Ich will auf mein Smartphone nicht verzichten und bin bereit, dafür auch mehr zu zahlen."

Philipp Mause, 33, Sicherheitsingenieur

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