Es gibt viele Gründe, warum eine E-Mail nicht zugestellt werden kann.

wza_1500x870_698009.jpeg
Spam-Mails sollten im Idealfall zurückgewiesen werden.

Spam-Mails sollten im Idealfall zurückgewiesen werden.

dpa

Spam-Mails sollten im Idealfall zurückgewiesen werden.

Düsseldorf. "Undelivered Mail Returned to Sender" - Diese Nachricht macht klar, dass eine E-Mail nicht zugestellt werden konnte. Absender ist der sogenannte Mailer-Dämon.

Dabei handelt es sich keinesfalls um eine Nachricht von Luzifer, sondern um den Hinweis des Maildienst-Programms, das auf den Servern der E-Mail-Anbieter läuft.

95 Prozent aller Nachrichten sind Spam-Mails

"Kann es eine Nachricht nicht zustellen, generiert es automatisch eine solche Fehlermeldung", erklärt Bert Ungerer vom Fachmagazin für Informationstechnik "iX".

Praktischerweise ist die nicht zugestellte Nachricht meist an die Fehlermeldungs-Mail angehängt. E-Mail-Fehlermeldungen haben verschiedene Ursachen (siehe Kasten).

Es kann aber auch sein, dass eine Mail vom Server zurückgewiesen wird, obwohl die Adresse korrekt ist. Dies kann mit Abwehrmaßnahmen gegen Spam-Mails zusammenhängen.

Es handelt sich um temporäre Fehlermeldungen. Das bedeutet, eine E-Mail konnte vorübergehend nicht zugestellt werden, der Mailserver versucht es aber weiterhin.

In diesem Fall kann die E-Mail definitiv nicht zugestellt werden. Gründe hierfür können Tippfehler in der E-Mail-Adresse oder ein volles Postfach sein.

Wichtig ist es, auf den Begleittext zu achten. Steht dort zum Beispiel "Mailbox quota exceeded" ist das Postfach des Empfängers voll. "Unrouteable domain" bedeutet, dass die Domain hinter dem @-Zeichen nicht existiert und "unknown user" heißt, dass die Empfänger-Adresse nicht existiert, zum Beispiel bei Tippfehlern vor dem @-Zeichen.

Einer Studie der Europäischen Agentur für Internetsicherheit (ENISA) zufolge waren 95 Prozent aller E-Mails im Jahr 2009 Spam. Dementsprechend stark versuchen die E-Mail-Provider den Spammern Einhalt zu gebieten - zum Beispiel mit Analyse-Tools und Sperrlisten.

Vorsicht: Es gibt auch gefälschte Fehlermeldungen

Unter bestimmten Umständen kann der Nutzer auch mit gefälschten Fehlermeldungen konfrontiert werden. Denn Würmer und Versender von Spam nutzen oftmals gefälschte Mailer-Dämon-Meldungen, um User dazu zu bringen, schädliche Anhänge zu öffnen.

Meist reicht schon ein Blick in die Betreffzeile, um eine falsche Meldung zu identifizieren. Gefälschte Meldungen sollte man ungeöffnet löschen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer