Das Gemüse wirkt entschlackend und senkt zudem den Blutdruck.

Rote-Bete-Scheiben kann man mit Käse kombinieren.
Rote-Bete-Scheiben kann man mit Käse kombinieren.

Rote-Bete-Scheiben kann man mit Käse kombinieren.

dpa

Rote-Bete-Scheiben kann man mit Käse kombinieren.

Düsseldorf. Sie hat zwar eine schöne rote Farbe, dennoch ist sie nicht jedermanns Sache: Rote Bete schmeckt etwas erdig, und wenn sie eingelegt wird, kommt noch ein säuerlicher Geschmack hinzu. Deswegen verziehen Kinder, aber auch viele Erwachsene bei Rote Bete häufig das Gesicht.

"Das ist jedoch sehr schade, denn Rote Bete ist nicht nur sehr gesund, richtig zubereitet schmeckt sie auch sehr lecker", sagt Klaus-Wilfried Meyer vom Verband der Köche Deutschlands. Sie werde zu oft unterschätzt.

Rote Bete gibt es schon sehr lange. "Sie ist seit rund 6.000 Jahren bekannt", erklärt die Kochbuchautorin Tanja Dusy aus München. Vermutlich stammt die runde, etwa faustgroße Knolle aus Nordafrika und wurde von den Römern über ganz Europa verbreitet. "Daher kommt auch ihr Name", erklärt Dusy. ""Beta" bedeutet auf Lateinisch "Rübe"." Deswegen nennt man Rote Beete häufig auch Rote Rübe.

Diese Knolle war schon vor Jahrhunderten als wertvolles Gemüse mit besonderer Heilwirkung bekannt. Laut Hauswirtschaftsmeisterin Inge Hebrank vom Hausfrauen-Bund glaubte man im Mittelalter beispielsweise, Rote Bete sei wegen ihrer roten Farbe gut fürs Blut. Das wurde mittlerweile wissenschaftlich belegt: Rote Bete enthält reichlich Folsäure, die für die Bildung der roten Blutkörperchen verantwortlich ist.

Dusy zufolge decken 200 Gramm Rote Bete 50 Prozent des Tagesbedarfs an Folsäure. Darüber hinaus enthält die rote Rübe auch viele andere wichtige Stoffe wie Kalzium, Kalium, Magnesium, Jod, Natrium und Vitamin C. "Außerdem stärkt der Farbstoff Betanin, der Rote Beete rot färbt, das Immunsystem", sagt Dusy.

Bete färbt bei der Zubereitung stark ab, deswegen muss man dabei einige Dinge beachten. Am besten zieht man sich immer Handschuhe an. Geraten doch Flecken an die Hände, kann Zitronensaft helfen. Spritzer auf weißen Textilien sollten man möglichst schnell mit heißem Wasser und Seife entfernt werden.

Die ältere Schreibweise ist "Bete" (von lat. "beta" und niederdeutsch "bete"), die neuere Schreibweise "Beete" , ist vermutlich eine Konzession an die gleich ausgesprochenen "Beete" im Sinne von Gemüsebeeten. Etymologisch betrachtet ist also sicher "Bete" die erste Wahl. Laut dem Duden sind beide Schreibweise möglich.

Gerade in den kalten Monaten helfe die Knolle sehr gut gegen Erkältungen und grippale Infekte. "Hinzu kommt, dass Rote Bete Stoffe enthält, die freie Radikale fangen und damit als Schutz vor Krebs gelten."

Koch Meyer, der als Ernährungsberater arbeitet, nennt noch weitere Vorteile: "Sie regt die Verdauung und die Lebertätigkeit an, wirkt entschlackend und senkt den Blutdruck." Tatsächlich haben britische Wissenschaftler im vergangenen Jahr nachgewiesen, dass schon ein halber Liter Rote-Bete-Saft am Tag den Blutdruck deutlich senkt.

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