Durch die Vorsorgeuntersuchungen können Risiken frühzeitig erkannt werden.

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Die Ultraschalluntersuchung ist seit 1979 Routine.

Die Ultraschalluntersuchung ist seit 1979 Routine.

dpa

Die Ultraschalluntersuchung ist seit 1979 Routine.

Bremen. Nichts wünschen sich werdende Eltern mehr als ein gesundes Baby. Die Angaben des "Deutschen Ärzteblattes" beruhigen: In Deutschland geht dieser Wunsch bei 97 Prozent aller Geburten in Erfüllung. Das war nicht immer so - erst seit es umfangreiche Vorsorgeuntersuchungen während der Schwangerschaft gibt, können viele Risiken frühzeitig erkannt und behandelt werden.

Ist alles dran? Wird es ein Junge oder Mädchen? Dank des Blicks per Ultraschall können Ärzte heute viel über das ungeborene Kind erfahren. 1979 machte Deutschland den Ultraschall zur Routineuntersuchung in der Schwangerschaft.

Heute gehören drei zur gesetzlichen Grundversorgung: "Diese Untersuchungen klären viele wichtige Fragen über den Verlauf der Schwangerschaft", sagt Andreas Umlandt, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Bremen. Auch der ungefähre Geburtstermin kann recht genau vorhergesagt werden. "Und wir sehen Auffälligkeiten am Kind, zum Beispiel Herzfehler, die dann behandelt werden können."

Der Arzt misst regelmäßig die Herzfrequenz des Kindes

Zahlreiche Studien belegten, dass die Vorsorgeuntersuchungen sich sehr günstig auf den Verlauf der Schwangerschaft auswirken, ergänzt Prof. Karl-Theo Maria Schneider von der Frauenklinik der Technischen Universität München.

Zu den Standarduntersuchungen gehören die Messung der Blutwerte, Urintests, Blutdruckmessung und die Herzfrequenzmessung des ungeborenen Kindes - erst alle vier, dann alle zwei Wochen. Im blauen Mutterpass werden die Ergebnisse protokolliert. "Wir wissen aus unseren Beratungen, dass nicht alle Frauen so engmaschig untersucht werden wollen", sagt Christine Klemm, Ärztin bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland in Hamburg.

Doch bestimmte Tests sollten auf keinen Fall ausgelassen werden: "Ganz wichtig ist die Untersuchung auf Chlamydien", rät Umlandt. Die Scheidenbakterien können unentdeckt zum Erblinden des Säuglings führen. "Oder auch zur Frühgeburt", warnt der Mediziner.

Auch Scheidenpilze oder andere Keime sollten ausgeschlossen werden: "Ein gestörtes Scheidenmilieu ist die häufigste Ursache für Fehlgeburten", sagt Wolf Kirschner von dem von vielen Krankenkassen geförderten Vorsorgeprogamm BabyCare. "Dabei können solche Infektionen einfach behandelt werden."

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