Wie der Gefühlsausbruch funktioniert, ist bekannt, was er bewirkt aber nicht.

Katharina Witt fängt in der Sendung „Johannes B. Kerner“, als ihr Karriereende zur Sprache kommt, an zu weinen.
Katharina Witt fängt in der Sendung „Johannes B. Kerner“, als ihr Karriereende zur Sprache kommt, an zu weinen.

Katharina Witt fängt in der Sendung „Johannes B. Kerner“, als ihr Karriereende zur Sprache kommt, an zu weinen.

dpa

Katharina Witt fängt in der Sendung „Johannes B. Kerner“, als ihr Karriereende zur Sprache kommt, an zu weinen.

Leipzig. Dass Frauen häufiger weinen als Männer ist bekannt - doch weshalb Menschen überhaupt weinen, bleibt der Wissenschaft ein Rätsel. Es kursieren eine ganze Reihe von Theorien, warum die Tränen kullern.

Elisabeth Messmer von der Augenklinik der Ludwig-Maximilians-Universität München hat die verschiedenen "Tränen-Thesen" in einer wissenschaftlichen Arbeit verglichen, die am Mittwoch von der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) offiziell vorgestellt wurde.

Statistisch belegt ist immerhin, dass Frauen bis zu 64 Mal im Jahr weinen, Männer hingegen höchstens 17 Mal. Allerdings existiert dieser Unterschied nicht von kleinauf, er bildet sich erst mit den Jahren heraus. Bis zum 13. Lebensjahr weinen Jungen und Mädchen etwa gleich häufig. Dies belegt nach Ansicht der DOG, dass Weinen vor Freude, Trauer oder Zorn erlernt ist. Frauen weinen demnach aber nicht nur häufiger, sondern auch "länger und herzzerreißender", wie Elisabeth Messmer betont. Männer lassen zwei bis vier Minuten lang die Tränen laufen, Frauen dagegen sechs Minuten.

Auch die Anlässe sind verschieden: Frauen weinen am ehesten, wenn sie sich unzulänglich fühlen, vor schwer lösbaren Konflikten stehen. Männer hingegen weinen häufig aus Mitgefühl oder wenn die eigene Beziehung gescheitert ist. Auch mit einigen landläufigen Meinungen über das Weinen räumen die Studien nach Angaben Messmers auf. "Wie der Mensch weint, lässt sich zwar physiologisch genau erklären, doch warum, das wissen wir bislang immer noch nicht", meint auch der Augenarzt Christian Ohrloff.

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