Die Geräte erweitern den Speicher des PCs oder des Laptops. Man kann auf ihnen Sicherungskopien ablegen.

Beim Kauf einer externen Festplatte sollte der Verbraucher auf die Schnittstellen achten.
Beim Kauf einer externen Festplatte sollte der Verbraucher auf die Schnittstellen achten.

Beim Kauf einer externen Festplatte sollte der Verbraucher auf die Schnittstellen achten.

dpa

Beim Kauf einer externen Festplatte sollte der Verbraucher auf die Schnittstellen achten.

Düsseldorf. Schwarzer Bildschirm, Abstürze, verschwundene Dateien: Wenn die PC-Festplatte den Geist aufgibt, trifft es den PC-Besitzer meist wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Gut dran ist, wer über Kopien seiner wichtigsten Daten verfügt - am besten auf einer externen Festplatte. Die tragbaren Speicherriesen sind praktisch: Sie lassen sich zum Beispiel an ein Notebook oder Netbook ankoppeln und erweitern so dessen Kapazität.

Festplatten zum Mitnehmen gibt es in allen Varianten und Preisklassen - sogar Lebensmitteldiscounter bieten sie gelegentlich zum Spottpreis an. Doch der Kunde sollte nicht blindlings bei jedem Schnäppchen zugreifen.

Wer auf Qualität achtet, kauft sich eine Harddisk mit Metallgehäuse. Diese Festplatten leiten die Wärme besonders gut nach außen. Das Metall kühlt die Platte im Betrieb ab und erhöht so ihre Lebensdauer.

Je kleiner, desto teurer

Weit verbreitet sind Festplatten im 3,5 Zoll-Format. Diese klobigen Datenmonster brauchen neben einem Kabel auch ein Netzteil. Nachteil: Die Platten sind recht sperrig, schwer und der eingebaute Lüfter stört durch viel Lärm. Der Verbraucher freut sich jedoch über den geringen Preis. So kostet ein Datenjumbo mit üppigen 1 TB (Terabyte) Kapazität nur rund 70 Euro.

Doch aufgepasst: Die meisten Harddisks arbeiten noch mit dem in die Jahre gekommenen USB-2.0-Standard, der nur eine Transferrate von bis zu 60 MBit/Sekunde zulässt.

Schnellere Datenübertragung

Die Zukunft gehört den Modellen mit USB 3.0. Mit dieser Schnittstelle flutschen die Daten etwa viermal so schnell hin und her - vergleichbar mit einer eingebauten Festplatte. Diese Speicher eignen sich ideal für die Video-Bearbeitung sowie für Grafik-Anwendungen. Sogar ein Betriebssystem lässt sich von ihm starten.

Zu den Herstellern, die bereits USB 3.0-Festplatten im Sortiment haben, gehören Western Digital (www.wdc.com) mit der "My Book 3.0 Desktop Festplatte", Buffalo (www.buffalo-technology.de) mit der "DriveStation HD-HXU3" sowie Freecoms (www.freecom.de) "Hard Drive XS 3.0".

Kompatible Geräte

Die schnellste Platte nützt jedoch wenig, wenn die Gegenseite - also das Notebook oder der PC - nur USB 2.0 versteht. In diesen Fällen ist der Tempogewinn nämlich gleich Null. USB 3.0 richtet sich immer nach dem schwächsten Glied in der Kette. Abhilfe schafft ein spezieller Adapter, der mit bis zu 40 Euro aber ins Geld geht. Tipp: Vor dem Kauf prüfen, ob es für die jeweilige Harddisk überhaupt so einen Adapter gibt.

Für Reisende praktisch

Schlanke 2,5-Zöller sind zwar teurer als ihre großen Brüder, eignen sich jedoch besser für den Strom sparenden Einsatz in Notebooks. Sie beziehen ihren Saft meist über den USB-Port. So fällt ein großes Netzteil und ein zusätzliches Kabel weg. Tipp: Die silberne "Verbatim USB HDD" (www.verbatim.de) wiegt mit 157 Gramm etwa soviel wie ein Smartphone.

Wer auf Reisen möglichst wenig tragen möchte, leistet sich am besten einen 1,8-Zoll-Knirps. Diese noch recht teuren Winzlinge machen dem USB-Stick Konkurrenz. Tipp: Samsung (www.samsung.de) rüstet sein "S1 Mini" mit 120 und 250 Gigabyte (GB) Kapazität aus. Preis: ab 80 Euro.

Festplatten für das Heimnetz

Neben diesen Tragbaren gibt es auch externe Festplatten fürs Heimnetz, auch NAS ("Network Attached Storage") genannt. Diese Modelle eignen sich für Haushalte, in denen mehrere Rechner zu einem Netz verbunden sind. Die Bewohner können dann gemeinsam auf ihre Daten zugreifen.

NAS-Platten kosten aber eine Stange Geld. Die "Disk Station DS410j" von Synology (www.synology.com) zeigt sogar Filme auf dem Fernseher, ohne dass ein PC eingeschaltet sein muss. Preis: rund 500 Euro.

Bastel-Tipp für Sparfüchse

Sparfüchse verzichten ganz auf den Kauf einer teuren externen Harddisk. Sie bauen sich einfach die Harddisk aus ihrem ausrangierten PC aus und setzen sie mit wenigen Handgriffen in ein externes Gehäuse ein. Mit einem kleinen Schraubenzieher und ein wenig Geschick geht dies in wenigen Minuten. Gehäuse gibt’s im Handel für wenig Geld, zum Beispiel ab rund 10 Euro beim Online-Versender Pearl in Buggingen (www.pearl.de).

Aber Vorsicht: Beim Kauf darauf achten, dass die verwendeten Schnittstellen zusammenpassen.

Begrenzte Lebensdauer

Wie alle digitalen Speichermedien halten Festplatten aber keine Ewigkeit. Im Gegenteil: Wenn eine Harddisk zehn Jahre durchhält, gilt dies in Fachkreisen schon als wirklich lange. Der Anwender sollte rechtzeitig daran denken, seine Daten auf ein neues Medium zu kopieren.

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