Alle neuen Gebäude in der Europäischen Union müssen in ein paar Jahren strenge Auflagen erfüllen.

Brüssel. Solarzellen, Erdwärmespeicher, intelligente Lichtsteuerung - in zwölf Jahren werden wohl alle Neubauten in Europa diese oder andere Elemente enthalten, die Energie sparen helfen. Denn vom 1. Januar 2021 an dürfen alle Häuser, die in Europa gebaut werden, auf so gut wie keine zusätzliche Energiezufuhr mehr angewiesen sein, sondern sich quasi selbst versorgen.

Vertreter aus EU-Parlament, EU-Kommission und den nationalen Mitgliedsstaaten einigten sich darauf, dass alle Neubauten "Niedrig-Energiehäuser" sein müssen. Zudem gelten strenge Regeln für alle Altbauten, sofern mehr als 25 Prozent (gemessen am Wert oder der Außenfläche) renoviert werden. Die öffentliche Hand soll sich bereits zwei Jahre früher an den "Nahe-Null-Standard" für alle neuen Schulen, Ämter oder Bibliotheken halten. Nach der Einigung müssen die EU-Vorgaben zwar noch in Rat und Parlament gebilligt werden. Die Zustimmung gilt allerdings als Formsache.

Der nordrhein-westfälische CDU-Europaabgeordnete Herbert Reul, Vorsitzender im Energieausschuss des EU-Parlaments, spricht von einer Regelung "mit Vernunft und Augenmaß". Doch es seien noch viele konkrete Fragen offen, was genau ein Hausbesitzer tun muss, um die Anerkennung für seine Immobilie als "Niedrig-Energiehaus" zu erhalten.

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