Durch das häufige Bremsen und Anfahren verwandle sich Schnee dort oft in blankes Eis. Im Kreuzungsbereich und auf Brücken ist das Risiko besonders hoch.

Düsseldorf. Auf vereisten Fahrbahnen verlängert sich der Anhalteweg eines Autos um mehr als das Vierfache. Umso wichtiger ist es, bei Schnee und Eis wie im Moment langsam und vorausschauend mit großem Abstand zum Vorausfahrenden unterwegs zu sein, rät der ADAC.

Der Anhalteweg setzt sich aus der Reaktionszeit des Fahrers und dem eigentlichen Bremsweg eines Wagens zusammen. Auf trockenem Asphalt beträgt er bei Tempo 50 im Schnitt 26 Meter.

Auf Eis kommt der Wagen erst nach 110 Metern zum Stillstand

Auf Eis kommt ein Auto dagegen erst nach etwa 110 Metern zum Stillstand, auf Schnee nach 62 Metern. Wer mit Tempo 70 bei Eisglätte in die Eisen geht, steht nach rund 208 Metern – auf trockenem Asphalt sind es nur 43. Vor allem in Kreuzungsbereichen kann es schnell extrem rutschig werden, warnt Maximilian Maurer vom ADAC in München

Bremsverhalten des Autos vorsichtig testen

Durch das häufige Bremsen und Anfahren verwandle sich Schnee dort oft in blankes Eis. „An solchen Gefahrenstellen unbedingt mit einem längeren Bremsweg rechnen“, empfiehlt der Experte. Auch auf Brücken sei das Glatteisrisiko sehr hoch, weil der Fahrbahn ein wärmender Untergrund fehle. Das gelte vor allem für schneefreie, aber nasse Fahrspuren.

Maurer rät dazu, das Bremsverhalten des Wagens auf Schnee und Eis vorsichtig zu testen: „Sind keine Hindernisse oder andere Autos in der Nähe, ruhig einmal bei gemäßigtem Tempo etwas fester auf die Bremse treten. So merkt man am besten, wie das Fahrzeug bei Eis reagiert, und kann Bremsmanöver bei Winterwetter besser einschätzen.“

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