Jahreszeiten, Messen und Feste beeinflussen die Preise fast aller Produkte. Antizyklische Käufe schonen das Portemonnaie der Kunden.

schnäppchenjagd
Nicht nur beim klassischen Schlussverkauf lässt sich viel Geld sparen. Clever ist vor allem das sogenannte antizyklische Kaufen.

Nicht nur beim klassischen Schlussverkauf lässt sich viel Geld sparen. Clever ist vor allem das sogenannte antizyklische Kaufen.

dpa

Nicht nur beim klassischen Schlussverkauf lässt sich viel Geld sparen. Clever ist vor allem das sogenannte antizyklische Kaufen.

Düsseldorf. Das neue Fahrrad bei Eis und Schnee, die Skiausrüstung aber erst im Frühjahr kaufen? Was sich wie eine überflüssige Anschaffung anhört, kann sich finanziell lohnen. „Beim antizyklischen Kaufen kann man unter Umständen eine Menge Geld sparen“, sagt Christina Bathmann vom Internetportal guenstiger.de.

Bei der Schnäppchenjagd ist aber nicht nur die Jahreszeit entscheidend. Auch Messen wie die Internationale Funkausstellung (IFA) oder die Cebit spielen eine Rolle. Wir zeigen, wann man wo bares Geld sparen kann.

Unterhaltungselektronik

Wer ein elektronisches Gerät anschaffen will, sollte nicht im Weihnachtsgeschäft zugreifen. Erfahrungsgemäß sinken die Preise von Januar bis Ende Februar deutlich, erklärt Bathmann. Bei einigen Produkten waren in der Vergangenheit bis zu 30 Prozent Ersparnis drin, vor allem bei Fernsehgeräten und Smartphones.

Noch mehr kann man sparen, wenn man nicht jeden Trend mitmacht und auf das jeweilige Nachfolgermodell wartet. Das Vergleichsportal guenstiger.de hat 2011 die Preise von Neuheiten und Nachfolgern untersucht. So kosteten ein neuer Fernseher von Philips und eine Digitalkamera von Olympus in der Zeit der IFA etwa doppelt so viel wie ihre Vorläufer.

Notebooks

Nur geringe Preisunterschiede gibt es in der Kategorie Notebooks. Sobald eine Neuheit auf dem Markt ist, verschwinden meist die alten Geräte aus den Regalen. Hinzu kommt, dass die Händler mit kleineren Gewinnmargen kalkulieren müssen. Der Preisverlauf 2011 hat gezeigt, dass Notebooks im Juli am günstigsten waren.

PC-Komplettsysteme

Im Internet gibt es verschiedene Portale, auf denen man die Preise zahlreicher Onlineshops vergleichen kann. Die Seite guenstiger.de berücksichtigt auch die Angebote lokaler Anbieter. Weitere Portale:

 

www.idealo.de

 

www.billiger.de

Viele Artikel sind vor allem dann besonders preiswert, wenn sie gerade keine Saison haben. Einige Produkte, wie beispielsweise Winterreifen, sollte man kaufen, wenn man sie (noch) nicht braucht.

Das trifft auch auf PC-Komplettsysteme zu, insgesamt waren aber auch hier die Preisschwankungen im Jahresverlauf gering.

Tablets

Auch Tablets waren vergleichsweise preisstabil, am günstigsten waren sie im September. Da dieser Produktbereich noch recht jung ist, sind grundsätzliche Aussagen aber noch schwierig.

Reisen

Wer seine Reise frühzeitig bucht, kann viel Geld sparen. So kostete 2011 eine zweiwöchige Luxus-Fernreise für zwei Personen nach Thailand 2780 Euro, wenn sie im April gebucht wurde. Im Juni kostete ein vergleichbares Angebot bereits 4000 Euro.

Andererseits kann man auch bei Reisen einiges sparen, wenn man zeitlich flexibel ist. Eine Last-Minute-Reise nach Gran Canaria kostete 2011 im Juni beispielsweise 23 Prozent weniger als bei einer Buchung im April.

Spielwaren

Spielwaren sind im Weihnachtsgeschäft von Ende Oktober bis Dezember kontinuierlich im Preis gestiegen. Hier lohnt es sich, die Geschenke frühzeitig zu besorgen und für alle anderen Anlässe die Feiertage abzuwarten. 2011 waren Spielwaren im Juli am günstigsten.

Fahrräder

Die Preise für Fahrräder waren 2011 in den Sommermonaten am höchsten. Am günstigsten konnte man ein neues Rad im November ergattern.

Wintersport-Artikel

Ähnlich wie bei Fahrrädern lohnt sich hier der antizyklische Kauf. Wintersport-Artikel waren 2011 im Januar am teuersten und Ende Mai am günstigsten zu bekommen.

Kleidung

Die Winter- und Sommerschlussverkäufe wurden zwar offiziell abgeschafft, antizyklisches Kaufen rentiert sich aber auch hier. „Nach Weihnachten beginnen viele Händler, die Preise für Wintermode zu senken“, sagt Anne Schauer vom Handelsverband NRW. Seinen Höhepunkt findet der Abverkauf Ende Januar mit dem inoffiziellen Winterschlussverkauf, bei dem Kunden zwischen 40 und 50 Prozent, vereinzelt noch mehr sparen können.

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