Eine Lebensversicherungim Todesfall ist eine Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass die Hinterbliebenen Geld bekommen.

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Mit einer Risikolebensversicherung kann ein Vater seine Familie vorm finanziellen Ruin schützen.

Mit einer Risikolebensversicherung kann ein Vater seine Familie vorm finanziellen Ruin schützen.

dpa

Mit einer Risikolebensversicherung kann ein Vater seine Familie vorm finanziellen Ruin schützen.

Düsseldorf. Eine Risikolebensversicherung ist ein Pflichtschutz für alle, die für ihre Kinder, Ehe- oder Lebenspartner vorsorgen wollen. Gerade für die neuen Formen des häuslichen Miteinanders wie Patchwork-Familie oder unverheiratete Paare ist diese Absicherung oft der einzige Weg, Hinterbliebenenschutz preiswert zu regeln. "Vor allem wegen des für Patchwork-Familien unübersichtlichen Erbrechts besteht erhöhter Handlungsbedarf", sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten, "um gegen mögliche finanzielle Folgekrisen vorzusorgen".

Wie funktioniert die Absicherung?

Eine Risikolebensversicherung ist ein reiner Todesfallschutz. Sie ist keine Kapitalanlage, die Beiträge werden hier nicht angespart. Die vertraglich vereinbarte Summe kommt in der Regel dann zur Auszahlung, wenn die versicherte Person stirbt.

Wonach richtet sich die Beitragshöhe?

Maßgeblich ist die Höhe der Versicherungssumme. Weiteren Einfluss auf die Berechnung haben: Alter der versicherten Person, Vertragslaufzeit, Gesundheitszustand, risikoreiche Hobbys, Unterscheidung zwischen Raucher und Nichtraucher, Beruf und Gebühren.

Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

Als Faustregel gilt: Wer als Familie noch kleine Kinder hat, sollte das Fünffache seines Brutto-Jahreseinkommens als Versicherungssumme einsetzen; wer nur für den Partner vorsorgt, das Dreifache.

Was sollte man vertraglich beachten?

Nicht allein die Beitragshöhe, auch einige Leistungskriterien sind wichtig. So ermöglicht eine Nachversicherungsgarantie, die Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung aufzustocken. Das kann bei sich verändernden Lebenssituationen nötig sein - zum Beispiel durch die Geburt eines Kindes ist ein höherer Schutz ratsam. Auch eine Verlängerungsoption ohne eine erneute Gesundheitsprüfung ist vorteilhaft.

Welche Angebote gibt es - und was kosten sie?

bis 11. September unter 09001/25 26 65 55 17. Jede Minute kostet 0,62 Euro.

In den Geschäftsstellen unserer Zeitung erhalten Sie den aktuellen Geldtipp gegen eine Gebühr von 1,50 Euro

Schicken Sie einen mit 1,45 Euro an sich selbst adressierten Din-A5-Umschlag an: Redaktion Geldtipp, "Risikolebensversicherung", Postfach 101132, 40002 Düsseldorf.

Frauen zahlen immer weniger. Beispiel: Eine 30-jährige kaufmännische Angestellte, Nichtraucherin, möchte ihr Kind absichern. Bei einer Vertragslaufzeit von 20 Jahren soll im Falle ihres vorzeitigen Todes das Kind eine Versicherungssumme (Todesfallleistung) von 150 000 Euro erhalten. Bei Versicherern wie der Hannoverschen Leben, Allianz oder Karstadt-Quelle kostet sie das jährlich zwischen 70 und 76 Euro an Prämie. Bei teuren Marktangeboten könnten rund 200 Euro im Jahr anfallen.

Ein gleichaltriger Mann muss bei identischen Bedingungen tiefer in die Tasche greifen. Preiswerte Angebote von der WGV, Allianz, Karstadt-Quelle oder der Hannoverschen Leben liegen bei einem Jahresbeitrag zwischen 103 und 109 Euro.

Was ist steuerlich alles zu beachten?

Der Staat erkennt die Beiträge als Sonderausgaben für Vorsorgeaufwendungen im Rahmen der Sonderausgabenhöchstbeträge an. Bei der Auszahlung fällt keine Einkommen-, aber Erbschaftsteuer an. Auch das ist durch einen Trick vermeidbar: Der Bezugsberechtigte ist gleichzeitig auch der Versicherungsnehmer und zahlt die Beiträge für die Risikolebensversicherung seines Partners. "In diesem Fall zahlt er für seine eigene Absicherung im Todesfall seines Partners und die Erbschaftsteuer entfällt", sagt Erika Wacher, Steuerberaterin.

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