Was zu beachten ist, wenn der Nachbar auf Hund oder Katze aufpasst.

Wenn der Vierbeiner während des Urlaubs zu Hause bleibt, sind einige Vorbereitungen ratsam.
Wenn der Vierbeiner während des Urlaubs zu Hause bleibt, sind einige Vorbereitungen ratsam.

Wenn der Vierbeiner während des Urlaubs zu Hause bleibt, sind einige Vorbereitungen ratsam.

dpa

Wenn der Vierbeiner während des Urlaubs zu Hause bleibt, sind einige Vorbereitungen ratsam.

Düsseldorf. In der Ferienzeit werden Nachbarn und Freunde häufig eingespannt. Die Klassiker: Blumengießen und auf Haustiere aufzupassen. Was aber, wenn Nachbars Katze währenddessen etwas zustößt oder der Hund auf der Straße jemanden anfällt?

Mit dem Betreuer verbindliche Absprachen treffen

Rechtsanwalt Andreas Ackenheil rät dazu, mit dem Hüter Regeln aufzustellen. „Betreuer und Tierhalter sollten verbindliche Absprachen treffen.“ Falls dem Tier etwas zustößt oder es krank wird, sollte der Halter sofort benachrichtigt werden. Ackenheil empfiehlt außerdem, dass das Tier den Ferienaufpasser vorher kennenlernt.

Aber was passiert, wenn der Hund beim Gassigehen jemanden anfällt oder die Katze eine teure Vase umwirft? Ein absolutes Muss für Tierbesitzer ist laut Verbraucherzentrale NRW eine Haftpflichtversicherung. Denn verursacht ein Tier einen Schaden, muss der Halter für die Kosten aufkommen. „Die Versicherungssumme sollte pauschal drei Millionen Euro für Personen- und Sachschäden betragen“, rät der Experte der Verbraucherzentrale. Die Tierhalter-Haftpflicht gilt für alle Kleintiere, erklärt Ackenheil. „Sie sichert in der Regel auch den Hüter des Hundes.“

Überforderung des Tierbetreuers ist ein großes Risiko

Die Haftpflichtversicherung greift aber nicht, wenn grob fahrlässig gehandelt wird, so Ackenheil. Wenn zum Beispiel der Nachbar nur einmal am Tag nach dem Hund schaut, dieser allein in der Wohnung ist und sie dann verwüstet, würde die Versicherung für den Schaden in der Regel nicht aufkommen.

Aus der Erfahrung in seiner Kanzlei weiß Ackenheil, dass viele Tierhalter sich zu wenig Sorgen darüber machen, welche Verantwortung sie dem Urlaubsaufpasser übertragen. „Es passiert immer wieder, dass der Hüter überfordert ist und das Tier im schlimmsten Fall verkauft“, sagt Ackenheil. Die Besitzer haben dann meist keine Chance, ihr Tier wiederzubekommen. Ackenheil rät generell zu einer Tierpension. „Da sind die Tiere rund um die Uhr überwacht.“

Finanztest hat Anfang 2011 Beiträge und Leistungen getestet. Die Versicherungsprämien unterscheiden sich enorm. Den günstigsten Schutz gibt es zurzeit ab 40 Euro im Jahr.

Besitzer von Kampfhunden zahlen erheblich mehr – ab 190 Euro.

Anke Schmidt betreibt eine Tierpension in Coesfeld. Bei ihr sind jetzt in den Sommerferien und zu Silvester die Saison-Höhepunkte: Hunde, Katzen, Kaninchen und ein Frettchen verbringen Herrchens Urlaub dort in einem großen Haus.

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