Spatz auf einem Grashalm
Der Spatz besiedelt viele deutsche Gärten. Er gilt als besonders flexibel: als Nistplatz reicht ihm schon eine kleine Nische. Foto: Nicolas Armer/dpa

Der Spatz besiedelt viele deutsche Gärten. Er gilt als besonders flexibel: als Nistplatz reicht ihm schon eine kleine Nische. Foto: Nicolas Armer/dpa

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Der Spatz besiedelt viele deutsche Gärten. Er gilt als besonders flexibel: als Nistplatz reicht ihm schon eine kleine Nische. Foto: Nicolas Armer/dpa

Berlin (dpa) - Tschilp, tschilp: Der Spatz lässt sich im Vergleich zu anderen Vögeln am häufigsten in deutschen Gärten sehen. Das ist das Ergebnis der «Stunde der Gartenvögel», bei der am zweiten Mai-Wochenende rund 60 000 Menschen ihre Beobachtungen an den Naturschutzbund Deutschland (Nabu) meldeten.

Die Beobachter registrierten im Schnitt rund 35 Vögel pro Garten. Nach den Spatzen gehörten Kohlmeisen, Stare und Blaumeisen zu den am häufigsten gesichteten Vögeln. Damit lägen die Ergebnisse seit Beginn der Zählungen im Jahr 2005 im langjährigen Mittel, teilte der Nabu am Donnerstag mit. Der Spatz bleibe unangefochten auf Platz 1.

Zu sehen seien aber auch Negativ-Trends, zum Beispiel bei Mauerseglern, heißt es in der Auswertung. Sie ließen sich um rund ein Drittel seltener blicken als noch 2006. «Der Verlust von Nistplätzen an Gebäuden und ein starker Rückgang ihrer Fluginsektennahrung macht ihnen zu schaffen», sagte Nabu-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Als Erfolgsstrategie des Spatz oder Haussperling werten Naturschützer seine Anpassungsfähigkeit. Besonders flexibel sind die Tiere bei der Wahl ihrer Nistplätze, eine kleine Nische reicht ihnen schon. Als frech gelten sie, weil sie in Städten wenig Scheu vor Menschen zeigen. Bescheidener sind Spatzen dagegen bei ihrem Gesang. Die Männchen begnügen sich mit einer langen Folge von «tschilp»-Rufen, die Weibchen antworten nur leise mit «wäd-wäd».

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