Darauf sollten Halter bei der Auswahl des Trainers unbedingt achten.

In der Hundeschule lernt Bello, aufs Herrchen zu hören.
In der Hundeschule lernt Bello, aufs Herrchen zu hören.

In der Hundeschule lernt Bello, aufs Herrchen zu hören.

dpa

In der Hundeschule lernt Bello, aufs Herrchen zu hören.

Hamburg. Herrchen sagt: „Sitz“, und Bello rennt los: Wenn der Alltag so aussieht, ist wohl schon in früher Jugend etwas falsch gelaufen. In Welpenschulen lernen die Vierbeiner die Benimm-Grundlagen für den Hundealltag. Halter sollten bei der Auswahl aber einige wichtige Kriterien beachten.

Der Trainer sollte dem Halter ein Konzept vorlegen können

Damit kein schwarzes Schaf den kleinen Bello trainiert, sollten Hundebesitzer mehrere Kriterien prüfen. Der Betreiber sollte zum Beispiel praktische Erfahrung und theoretisches Fachwissen nachweisen können. Sind Theoriestunden auch für den Halter ein Teil der Welpenausbildung, sei das ein gutes Zeichen. Außerdem sollte der Trainer ein Konzept vorlegen können und die Hunde nicht einfach herumtoben lassen. „Das ist keine Spielgruppe“, erläutert Martin Rösler, Vorsitzender des Berufsverbands zertifizierter Hundeschulen in Bornheim bei Bonn.

Gruppen aus alten und jungen Hunden sind kontraproduktiv

Ein weiterer Pluspunkt sei ein eingezäuntes Gelände. Ohne Zaun laufen auch dem besten Trainer die jungen Hunde leicht weg. Oder es kommen fremde Hunde dazu, die ablenken oder Angst machen. Ein gelegentlich anwesender souveräner älterer Hund könne sich zwar positiv auswirken. Grundsätzlich gemischte Gruppen aus alten und sehr jungen Hunden seien aber kontraproduktiv.

Bevor der Halter seinen Schützling dem Trainer anvertraut, sollte er zudem klären, ob er positive Methoden anwendet – ob er also mit Belohnungen und Lob arbeitet. Das sei besser als Bestrafung und Rüge. „Nie lernt das Gehirn besser, als wenn es jung ist“, sagt Schöning. In die Schule gehen sollten Hunde daher etwa von der 8. bis 16. Lebenswoche. Vor der 8. Woche darf ein Hund von seinen Eltern noch gar nicht getrennt werden, warnt Elke Deininger von der Akademie für Tierschutz in München. Sonst könne ein Trauma ausgelöst werden.

Zehn Euro pro Stunde sollten Besitzer für die Ausbildung einkalkulieren, rät Deininger. Ein wohlerzogener Welpe müsse aber nicht unbedingt etwas kosten, schließlich gebe es auch ehrenamtlich arbeitende Hundetrainer.

Nicht jeder Hund muss eine Hundeschule besuchen

Außerdem sei die Welpenschule nicht nötig, wenn sich das Herrchen selbst gut um seinen Hund kümmert, findet Martin Rösler: „Es gibt auch einen netten Hund, wenn der nicht in der Hundeschule war.“ Lieber keine Welpenschule als eine schlechte, lautet sein Credo.

Große Hunde zählen zum Beispiel zu denjenigen, die untrainiert nicht immer „nett“ werden, sagt Deininger. Denn bei ihnen, so der Experte, fallen Unachtsamkeit und Tollerei viel schwerer ins Gewicht.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer