Ein paar Werkzeuge muss jeder Heimwerker zuhause haben. Und wenn der Laie mal nicht weiter weiß: Wir geben Tipps, wie man einen guten Profi findet.

Reparatur
Ein kleines Sortiment an Zangen gehört in jeden Werkzeugkasten.

Ein kleines Sortiment an Zangen gehört in jeden Werkzeugkasten.

Andreas Fischer

Ein kleines Sortiment an Zangen gehört in jeden Werkzeugkasten.

Düsseldorf. Wer kennt es nicht – für den Aufbau des neuen Regals wurden unzählige Schrauben verschiedener Größe mitgeliefert, aber natürlich kein Schraubendreher. Die Suche nach dem passenden Werkzeug endet mit der Einsicht: „Ein Werkzeugkasten wäre wirklich praktisch.“ Doch bei einem Besuch im nächstgelegenen Fachzentrum für Werkstatt, Haus und Garten stellt sich die Frage: „Was gehört eigentlich in einen Werkzeugkasten?“

Die Auswahl an Modellen ist groß. Vom 25-teiligen Einsteigermodell bis hin zum 160-teiligen Profikasten ist alles dabei. Damit man als Laie nicht verzweifelt, rät der stellvertretende Geschäftsleiter des Fachzentrums Bauhaus in Düsseldorf-Gerresheim, Andreas Finkenbusch: „Stellen Sie sich immer die Frage: Für welche Zwecke brauche ich den Werkzeugkasten?“

Ein Zangensortiment ist ein Muss für Heimwerker

Die häufigsten Einsätze für einen Werkzeugkasten im Haushalt sind Regale, Lampen, Wasserhähne oder Kleinigkeiten im Garten, die repariert werden müssen. Für diese alltäglichen Situationen genügt eine Grundausstattung an Werkzeugen. Dazu gehört beispielsweise ein Zangensortiment: Mit Hilfe eines Seitenschneiders können überstehende Kabel durchtrennt werden, mit einer Wasserpumpenzange lassen sich Verbindungsstücke an Rohren zu- oder aufdrehen und die Kneifzange erleichtert das herausziehen von Nägeln oder ähnlichem. Auch Hammer und diverse Kreuz- und Schlitzschraubendreher gehören in den Werkzeugkasten.

Grundausstattung kann beliebig ergänzt werden

Diese Grundausstattung kann jederzeit beliebig ergänzt werden, beispielsweise mit einem Steckschlüsselsatz. Andreas Finkenbusch erklärt, weshalb die Investition sich lohnt: „Bevor sich im Werkzeugkasten im Laufe der Zeit viele verschiedene Schraubendreher von unterschiedlicher Größe ansammeln, rate ich zum Kauf eines Steckschlüsselsatzes. Er verfügt über eine große Anzahl verschiedener Kreuz-, Schlitz- und Sternaufsätze (Bits), die nach Bedarf auf das Handstück (Knarre) aufgesetzt werden können.“

In vielen Werkzeugkästen ist ein Steckschlüsselsatz bereits vorhanden; ansonsten lohnt sich die Investition in einen separaten Steckschlüsselkasten. Für den Fall, dass der Heimwerker seine Ausstattung des Werkzeugkastens im Laufe der Zeit durch einen Steckschlüsselsatz, eine Wasserwaage oder ähnliches erweitert, findet er im Fachzentrum leere Werkzeugkästen, die genügend Platz für sein gesamtes Werkzeug bieten.

Ein guter Hinweis, ob eine Werkstatt vertrauenswürdig ist, sind die Referenzen. Referenzen sind Beurteilungen von verschiedenen Auftraggebern, für die dieser Betrieb bereits gearbeitet hat. Die Referenzen des jeweiligen Betriebes sind häufig auf deren Internetseite der Werkstätten zu finden.

Doch die große Werkzeugauswahl im Fachzentrum erleichtert nicht die zu treffende Entscheidung: „Wie viel Geld gebe ich für eine Zange oder einen Hammer aus?“ Andreas Finkenbusch weiß eine Antwort: „Eine Investition in gute Qualität zahlt sich immer aus.“

Wenn die eigenen Mittel nicht reichen: ab zur Werkstatt

Doch nicht jedes Problem kann mit dem eigenen Werkzeugkasten gelöst werden – manchmal muss einfach ein Fachmann ran. Zum Beispiel wenn das Auto seltsame Geräusche macht. Jedoch möchte jeder Autofahrer für den Preis, den er für die Reparatur zahlt auch noch lange Freude am Ergebnis haben. Doch woran erkenne ich eine gute Werkstatt?

Alexander Konrad von der Handwerkskammer Düsseldorf rät: „Die Suche nach einem Meisterbetrieb kann der Kunde sowohl in den gelben Seiten als auch im Internet beginnen. Im Internet besteht allerdings der Vorteil, dass der Betrieb oftmals eine eigene Internetseite hat, auf der man sich die Referenzen der Werkstatt ansehen kann.“

So erhält man einen ersten Eindruck über die Arbeitsweise der Firma. Um sicher zu gehen, kann man bei den jeweiligen Auftraggebern anrufen und sich genauer erkundigen. Ein Meisterbetrieb wird im Allgemeinen entweder auf der Internetseite oder im Betrieb eine Urkunde ausstellen, auf der diese Firma als Meisterbetrieb ausgezeichnet ist.

Des Weiteren können Werkstätten Qualitätssiegel zu Spezialthemen, wie Oldtimer führen. Dies kann sehr hilfreich sein, wenn man einen Fachmann für ein bestimmtes Gebiet sucht. „Im Großen und Ganzen sind die Referenzen vorheriger Auftraggeber ein gutes Zeichen für die Arbeit eines Betriebs“, so Alexander Konrad.

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