Die Anbieter buhlen mit Pauschalpreisen um Kunden. Doch die braucht nicht jeder.

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Festbeträge für Telefongespräche und Internet liegen im Trend.

Festbeträge für Telefongespräche und Internet liegen im Trend.

dpa

Festbeträge für Telefongespräche und Internet liegen im Trend.

Düsseldorf. Das klang vielversprechend: Viel günstiger als bei ihrem alten Anbieter solle der neue Telefonanschluss sein, erfuhr Hildegard Kleinschmidt (Name geändert) am Verkaufsstand im Elektronikmarkt – und unterschrieb den Wechsel zum neuen Telefonanbieter.

Doch mit der ersten Rechnung kam die bittere Erkenntnis: Das ist ja alles teurer als gedacht. Denn die alleinstehende Seniorin war mit ihrem vorherigen Standard-Telefonanschluss eigentlich gut beraten.

Festnetzanschluss

Es gibt sie noch, die Menschen, die weder einen Internet-Anschluss benötigen noch eine Flatrate, weil sie einfach nur erreichbar sein wollen. Sie müssen nicht unbedingt monatlich 25 Euro und mehr für Telefon- und Surf-Flatrate zahlen, die einen Festbetrag für Festnetz-Telefonate und Internetnutzung beinhaltet. So bietet etwa die Telekom einen analogen Anschluss für 17,95 Euro monatlich.

Telefonate kosten dann ab 2,9 Cent pro Minute. Der Vorteil am Telekom-Anschluss: Man kann Sparvorwahlen mit dem so genannten „call by call“ nutzen und so günstige Tarife anderer Anbieter für Anrufe ins Ausland oder in die Mobilfunknetze verwenden.

Wer einen Kabelanschluss von Unitymedia hat, kann dort ebenfalls einen reinen Telefonanschluss für 15 Euro im Monat erhalten. Dazu muss man noch nicht mal Kabelfernsehkunde sein. Festnetztelefonate kosten 2,5 Cent/Minute, netzintern sind sie sogar kostenlos.

Telefon und Internet

Mein Konto wird seit Jahren gepfändet und da ich Rente beziehe, kann ich mein Geld innerhalb von 14 Tagen abheben. Ab Januar soll diese Möglichkeit wegfallen – stimmt das?

 

Antwort von Achuldnerberaterin Christiane Mahr: Ja, es stimmt! Ab Januar 2012 ändert sich die Gesetzeslage und der 14tägige Pfändungsschutz fällt weg! Freigabebeschlüsse des Vollstreckungsgerichts werden unwirksam. Die Bank darf nichts mehr auszahlen – Ihr ganzes Geld ist weg! Sie müssen daher jetzt handeln: Sie gehen zu Ihrer Bank und beantragen die Umwandlung ihres Kontos in ein Pfändungsschutzkonto, das sogenannte P-Konto! Dies geht nur, wenn Sie alleiniger Kontoinhaber sind. Wenn Sie ein Gemeinschaftskonto haben, müssen Sie daraus vorher ein Einzelkonto machen. Dazu müssen alle Kontoinhaber persönlich zur Bank. Mit Umwandlung in ein P- Konto ist Ihr Konto in Höhe von monatlich 1028,89 Euro geschützt. Wenn Sie Angehörigen Unterhalt gewähren, kann Ihnen ein höherer Betrag freigegeben werden. Dafür benötigen Sie eine Bescheinigung! Diese erhalten Sie von Ihrem Arbeitgeber, der Familienkasse, dem Jobcenter, einer anerkannten Schuldnerberatungsstelle oder einem Rechtsanwalt. Letzte Möglichkeit der Umwandlung Ihres Kontos in ein P-Konto ist der 27. Dezember 2011.

Festbeträge für Telefongespräche und Internet liegen im Trend, zumal die Nachfrage nach schnellen Breitbandanschlüssen steigt und dann kaum noch andere Angebote als die Flatrates infrage kommen. Die Preise sind in den vergangenen Jahren stark gesunken.

Sie liegen monatlich meist bei 25 bis 30 Euro, wobei die Rahmenbedingungen – beispielsweise die Kosten für bereitgestellte Hardware, Internet-Geschwindigkeit und einmalige Anschlusskosten – sehr unterschiedlich sind. Die Telekom verlangt ab 34,95 Euro mit dem Vorteil, dass an Anschlüssen des Ex-Monopolisten „call by call“ möglich ist.

Der Wechsel des Anbieters ist in der Regel sehr einfach: Hat man sich einen neuen ausgesucht, kann man diesen mit der Kündigung beim bisherigen Vertragspartner beauftragen.

Mobilfunk

Die Zahl der Tarife ist kaum überschaubar, denn nicht nur die Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus tummeln sich auf dem Markt. Es gibt auch etliche Provider mit eigenen Angeboten, die die Netze nutzen.

Wenig-Telefonierer finden heute schon viele Offerten, bei denen die Telefonminute in alle Netze sowie eine SMS jeweils 9 Cent kosten – sowohl als Prepaid-Tarif, wo man sein Konto mit einem gewünschten Betrag auflädt, als auch per monatlicher Rechnung. Auch Angebote mit Minutenpreisen von 8 Cent gibt es bereits.

Für Viel-Telefonierer finden sich auch im Mobilfunkbereich Flatrates. Dabei ist oft bereits die Datennutzung inklusive, die gerade für die heute gefragten Smartphones wichtig ist.

Alles andere als günstig sind die beiden großen Netzbetreiber: Sage und schreibe 89,95 Euro verlangen sowohl Telekom als auch Vodafone pro Monat – Provider wie Phoenex (27,90 Euro) oder 1&1 (29,99 Euro) nicht einmal die Hälfte davon.

Sie bieten allerdings auch keine vergünstigten Mobiltelefone an oder schrauben in diesem Fall den Grundpreis hoch.

Eine Mischung bieten die so genannten „Kosten-Airbags“: Man zahlt einen vorgegebenen Minutenpreis, aber nur bis zu einem bestimmten Betrag. Alles, was darüber hinausgeht, muss nicht mehr bezahlt werden.

Der Vorteil gegenüber der Flatrate, wo der Festbetrag immer gezahlt werden muss: Telefoniert man mal weniger oder ist im Urlaub, fällt die Rechnung deutlich günstiger aus. Anbieter wie Eteleon oder Phonex bieten ein Limit bereits bei 35 Euro an. Die „Mutter“ des Kostenairbags, O2, verlangt 50 Euro im Monat. Allerdings ist Datennutzung meist extra zu bezahlen.

Unser Vergleichsrechner unten zeigt Ihnen die günstigsten Handytarife für Ihre Bedürfnisse. Unseren Festnetz-Rechner finden Sie hier, unseren DSL-Rechner hier.

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