Die Hitze treibt die Menschen in Freibäder, aber auch an Seen und Flüsse. In Kerken endete ein Badeausflug am Montag tödlich. Die DLRG warnt eindringlich vor den Gefahren wilder Gewässer.

Rettungsring für Ertrinkende
Unbewachte Gewässer können zur tödlichen Gefahr für Schwimmer werden.

Unbewachte Gewässer können zur tödlichen Gefahr für Schwimmer werden.

dpa

Unbewachte Gewässer können zur tödlichen Gefahr für Schwimmer werden.

Düsseldorf. An den heißen Tagen dürfen die Gefahren auf der Suche nach Abkühlung in unbewachten Gewässern nicht unterschätzt werden, warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Am Montag ertrank ein Jugendlicher in einem Badesee bei Kerken am Niederrhein, ein weiterer wird nach dem Schwimmen im Rhein in Köln vermisst. «Es muss immer wieder auf die Gefahren hingewiesen werden», sagte Michael Grohe, Sprecher des DLRG-Landesverbandes Nordrhein.

Besonders Flüchtlinge wie die beiden jüngsten Opfer seien sich der Gefahren durch Strömungen und Sogbildungen in Flüssen sowie durch unklare Ufersituationen und Schlingpflanzen in Seen nicht bewusst. «Der große Temperaturunterschied zwischen Luft und Wasser ist ein großes Risiko für das Herz-Kreislauf-System», sagte Grohe.

Die DLRG habe bereits im vergangenen Jahr auf die Sprachbarriere bei der Gefahreninformation für Flüchtlinge reagiert. «Wir haben die Baderegeln in 26 Sprachen übersetzt und Piktogramme erstellen lassen», erklärte Grohe. Im Jahr 2016 ertranken in Nordrhein-Westfalen nach DLRG-Angaben 76 Menschen, Zahlen für das laufende Jahr liegen nicht vor. dpa

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer