Photovoltaik-Anlagen
Wie im thüringischen Ilmenau (Bild) setzen auch die Dresdner Forscher auf Photovoltaikanlagen.

Wie im thüringischen Ilmenau (Bild) setzen auch die Dresdner Forscher auf Photovoltaikanlagen.

ZB-Funkregio Ost/dpa

Wie im thüringischen Ilmenau (Bild) setzen auch die Dresdner Forscher auf Photovoltaikanlagen.

Dresden (dpa) - Forscher aus Dresden haben ein Haus entworfen, das mehr Energie produziert als es verbraucht. Wie das Wohnen der Zukunft aussieht, erklärt der Projektleiter Professor Clemens Felsmann von der TU Dresden im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Wie funktioniert das Haus der Zukunft?

«Das Dach und die Fassade des Hauses bestehen komplett aus Photovoltaikanlagen, die optimal zur Sonne ausgerichtet sind. Damit produziert es mehr Energie als für einen Vier-Personen-Haushalt, zwei Elektroautos und einen Elektroroller nötig sind. Die wird dann ins elektrische Netz eingespeist und dort gespeichert.»

Ist so ein Solar-Haus nicht furchtbar hässlich?

«Das war ja die Kunst, dass es eben nicht nur ein technisches Wunderwerk ist, sondern auch ein architektonisches. Es sieht futuristisch aus. Die Solarplatten sind statt der üblichen Ziegel auf dem Dach. Das sieht aus wie bei Schieferdächern.»

Wann ist die Erfindung marktreif?

«Das Haus ist technisch bereits durchdacht. Wir sind schon in ersten Gesprächen mit Herstellern. Wenn es nach uns geht, sollte der Kauf noch in diesem Jahr möglich sein. Allerdings müssen wir die Kosten noch optimieren. Das wären momentan rund 950 000 Euro.»

Werden wir irgendwann alle in solchen Häusern wohnen?

«Sicherlich geht die Reise dorthin. Wir werden das aber nicht flächendeckend einführen können. Das Problem ist, dass in Deutschland relativ wenig neu gebaut wird und wir die Gebäudesubstanz bestehender Häuser verändern müssten. Wir könnten aber bestimmt ein paar Elemente von unserer Erfindung übernehmen.»

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