Wenn der Hasel blüht, wird es Zeit, das Herbstlaub abzuharken, verblühte Stauden zurückzuschneiden, Beete zu säubern sowie Terrasse und Möbel vom Grünbelag zu befreien.

Wenn der Hasel blüht, wird es Zeit, das Herbstlaub abzuharken, verblühte Stauden zurückzuschneiden, Beete zu säubern sowie Terrasse und Möbel vom Grünbelag zu befreien.
Ute van Alphen schneidet den Fenchel vom Vorjahr in ihrem Garten am Wilmendyk zurück. Bei der Offenen Gartenpforte ist er ein Besuchermagnet.

Ute van Alphen schneidet den Fenchel vom Vorjahr in ihrem Garten am Wilmendyk zurück. Bei der Offenen Gartenpforte ist er ein Besuchermagnet.

abi

Ute van Alphen schneidet den Fenchel vom Vorjahr in ihrem Garten am Wilmendyk zurück. Bei der Offenen Gartenpforte ist er ein Besuchermagnet.

Krefeld. Mit den länger werdenden Tagen und den wärmeren Sonnenstrahlen bahnt sich der Frühling entschlossen seinen Weg. Die milchweißen Blütenkelche der Schneeglöckchen, die leuchtenden Staubblätter der Christrose und die gelben Blüten des Winterlings sind die ersten Frühlingsboten.

„Wenn sie sich zeigen und der Hasel zu blühen beginnt, wird es Zeit für den Frühjahrsputz“, sagt Karl Josef Strank vom „Freundeskreis Botanischer Garten, Aachen“. Wer jetzt ein paar Stunden Arbeit im Freien einplant, wird sich im Sommer über eine einladende Terrasse und einen üppig blühenden Garten freuen können. Selbst sport-ambitionierte Männer ohne grünen Daumen kommen dabei auf ihre Kosten.

Herbstlaub als Frostschutz verhilft zu einem lockeren Boden

Ein festes Datum für den Frühjahrsputz gibt es nicht. „Das hängt von den Witterungsverhältnissen ab – doch wer genau hinschaut, erkennt den richtigen Zeitpunkt“, erklärt Karl Josef Strank. Wenn sich nach den Winterblühern auch die ersten Knospen an Hortensien und Rosen zeigen, wird es Zeit, das verwelkte Laub von den Beeten zu harken oder es in der Nähe von Sträuchern in den Boden einzuarbeiten. Im Winter dient die Mulchschicht Blumenzwiebeln, Stauden, Sträuchern, frostempfindlichen Rosen, aber auch Nutztieren wie Insekten, Amphibien, Mäusen, Igeln und Eichhörnchen als Kälteschutz. Daran sollte jeder denken, der Laub- und Reisighaufen jetzt im Frühjahr abtragen oder verlagern will. Um die nützlichen Gartenbewohner nicht zu verletzen, sollte man behutsam vorgehen.

Sobald die ersten neuen Triebe sichtbar werden, brauchen Pflanzen Luft, Licht, Wasser und Sonne. Wer regelmäßig seine Beete im Winter mit Laub abdeckt, kann sich zu Beginn der Gartensaison schon über krümeligen, offenporigen Boden freuen, der gut vorbereitet ist für die spätere Aussaat oder das Setzen neuer Jungpflanzen. Für alle anderen gilt zunächst, den Boden rund um die Stauden mit der Hacke vorsichtig auflockern.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, verwelkte Blütenstände und lange Rosentriebe einzukürzen. Während Gartenbesitzer für den richtigen Baumschnitt den Profi fragen sollten, ist der Stauden- und Sträucher-Rückschnitt mit Hilfe guter Gartenlektüre schon einfacher: Scheinhasel, Zaubernuss und Blumen-Hartriegel vertragen keine stärkeren Eingriffe. Für alle anderen Sträucher gilt allgemein: Sträucher, die im Frühjahr blühen, sollten gleich nach der Blüte geschnitten werden. Sommerblüher wie zum Beispiel der Schmetterlings- und Sommerflieder und Herbstblüher bekommen einen scharfen Rückschnitt im März. Für alle Rückschnitte gilt jedoch laut Karl Josef Strank: „Nicht in Zeiten von strengem Frost zurückschneiden.“

Statt zu gebrauchsfertigen Utensilien wie Frostschutzmatten und Hüllen aus Kokos und Jute im Winter zu greifen, kann Herbstlaub auf Beeten und um Pflanzkübel angehäuft werden. Sobald die ersten Frühlingsboten blühen und die Hasel-Pollen fliegen, ist es Zeit, das nicht zersetzte Laub zu harken. Der Rest kann liegenbleiben, zersetzt sich nach ein paar Wochen und wird zu wertvollem Humus.

Das Beschneiden von Bäumen und Sträuchern ist wegen der Vogelbrut jedes Jahr nur bis Ende März erlaubt. Noch nicht zurückgeschnittene Stauden sollten vor dem Austreiben der ersten Zwiebeln geschnitten werden.

Die meisten Kübelpflanzen wie Engelstrompete, Hibiskus, Wandelröschen und Bougainvillea sind nicht winterhart. Sie reagieren empfindsam auf Frost. Um sie abzuhärten, können sie bei mildem Wetter ab April schon durchaus an einer geschützten Stelle ins Freie. Allerdings kann es in unseren Breitengraden bis zu den Eisheiligen (11. bis 15. Mai) noch Kälte-Einbrüche geben. Deshalb sollten die Kübel erst danach auch nachts ins Freie.

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„Der Hortensien-Schnitt kann schon im späten Herbst oder Winter erfolgen“, erklärt Karl Josef Strank. Wer als Hingucker auf die mit Reif überzogenen filigranen Blütenbälle im Winter nicht verzichten möchte, der setzt jetzt im März erst die Gartenschere an. Über der obersten aufbrechenden grünen Knospe sollte der scharfe Schnitt erfolgen.

Mit Hochdruck und ohne Chemie Terrasse und Möbel reinigen

Gartenarbeit zu zweit macht mehr Spaß als alleine. Während sich der eine um die Vegetation kümmert, kann sich der andere zeitgleich um Einfahrt, Terrasse, Wege und Schrittplatten kümmern.

Nach den langen, feuchten und kalten Wintermonaten sind diese Flächen meist stark verschmutzt und oftmals auch mit Grünbelag und Moos überzogen. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann bei Feuchtigkeit auch ziemlich rutschig und damit gefährlich werden.

Statt also Ausdauer und Krafttraining im Sportstudio zu betreiben, kann man quasi kostenlos zu Eimer und Schrubber greifen und mit umweltverträglicher Schmierseife und Muskelkraft den Belag entfernen. Kräftesparend ist das Reinigen mit einem Hochdruckreiniger. Aufgrund des hohen Drucks spart der Gartenbesitzer im Vergleich zur Reinigung mit Wasserschlauch und Schrubber bis zu 80 Prozent Wasser. Auch auf den Einsatz von chemischen Reinigungsmitteln kann dabei verzichtet werden.

Sind die Terrasse und die Wege sauber, brauchen nur noch die Gartenmöbel sanft mit dem Hochdruckreiniger abgestrahlt werden. Dann steht dem ersten entspannten Päuschen im Garten nichts mehr im Wege.

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