Feuerdorn
Der Feuerdorn bekommt orangefarbene oder rote Früchte - diese sind Nahrung für die Vögel im Winter. Foto: Andrea Warnecke

Der Feuerdorn bekommt orangefarbene oder rote Früchte - diese sind Nahrung für die Vögel im Winter. Foto: Andrea Warnecke

Die Kriechspindel ist ein guter Bodendecker. Foto: Caroline Seidel

Die Kamelie blüht im Winter und Frühjahr prachtvoll. Foto: Jens Schierenbeck

Wächst schnell und bleibt im Winter: Kirschlorbeer. Foto: Andrea Warnecke

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Der Feuerdorn bekommt orangefarbene oder rote Früchte - diese sind Nahrung für die Vögel im Winter. Foto: Andrea Warnecke

Bad Zwischenahn (dpa/tmn) - Im Winter ist der Garten karg und recht leer. Das ist die große Stunde der Immergrünen: Die Japan-Stechpalme, der Feuerdorn und die Kamelie sind jetzt ein Hingucker.

Wie wichtig Pflanzen wie der Buchsbaum im Garten sind, sieht der Hobbygärtner am deutlichsten im Winter: Das Auge sucht im kargen Garten nach Farbe und Struktur und findet beides in Immergrünen. Ob als Strauch, Kübelpflanze oder Formgehölz - dazu gehören nicht nur Scheinzypressen und Lebensbäume. Es gibt vielfältige Farbnuancen und sehr dekorative Blattformen.

Warum immergrüne Gehölze in keinem Garten fehlen sollten, erklärt Mechtild Ahlers so: «Immergrüne Pflanzen geben dem Garten zu allen Jahreszeiten Ruhe und Struktur.» Für Blütenstauden stellt das Grün eine gute Bühne dar. «Ohne diesen Hintergrund wäre die Wirkung nicht dieselbe», sagt die Fachberaterin der Niedersächsischen Gartenakademie in Bad Zwischenahn.

Laut Ahlers gehören raumbildende Gehölze in jedes Staudenbeet. «Sie bilden und halten den Rahmen im Winter, wenn sonst alle Strukturen in sich zusammenfallen.» Auch könne das Grün über die sonst fehlende Farbe hinwegtrösten. Sie empfiehlt die Japan-Stechpalme (Ilex crenata), die je nach Sorte etwa 1,5 bis 2 Meter hoch werden kann.

«Ilex crenata hat kleine ovale Blätter und kann hervorragend in Form geschnitten werden», ergänzt Melanie Wiethölter vom Botanischen Garten in Münster. Die Stechpalme mag sonnige bis halbschattige Standorte, sollte aber vor Hitze und Trockenheit geschützt werden. Obwohl sie meist frosthart ist, reagiert sie im Winter empfindlich auf Wind.

Auch die Heckenkirsche (Lonicera nitida 'Elegant') hat eine schöne kompakte Form. Der Kleinstrauch, der 1 bis 1,5 Meter hoch wird, fühlt sich auf allen Gartenböden wohl und verträgt Schnitte. «Durch seinen breiten Wuchs und seine dichten Triebe ist er auch als Heckenpflanze bestens geeignet», erläutert Wiethölter.

Zu den eher preiswerten Raumbildnern zählt Ahlers den Kirschlorbeer. «Er wird bis zu drei Meter hoch und ist je nach Sorte sowohl in Einzelstellung als auch als Hecke zu pflanzen», sagt sie. Man kann ihn in Form schneiden oder natürlich wachsen lassen. Der Kirschlorbeer gehört zu den sehr robusten und pflegeleichten Immergrünen und eignet sich für sonnige bis schattige Standorte.

Der Feuerdorn (Pyracantha coccinea) kann als Hecke, Spalier oder Bodendecker gezogen werden. «Er ist nicht nur äußerst pflegeleicht und unempfindlich, sondern bietet außerdem Schutz und Nahrung für Vögel», sagt Wiethölter. Er wird zwei bis drei Meter hoch, hat einen sparrigen und unregelmäßigen Wuchs und dornige Zweige.

Als Hingucker empfiehlt Mechtild Ahlers die Kamelie (Camellia japonica). Sie hat auffallende, dunkel-glänzende Blätter und blüht im Winter und Frühjahr. «Aber Vorsicht: Die Kamelie eignet sich nur für geschützte Plätze und muss bei starkem Frost im Spätwinter durch ein Vlies vor Kälte und Frost bewahrt werden», warnt Ahlers.

Auch als Bodendecker sind immergrüne Pflanzen nicht wegzudenken. Im Winter bilden sie einen weichen, grünen Teppich. Als Unterpflanzung empfiehlt Ahlers etwa das Dickmännchen (Pachysandra) oder das Großblättrige Immergrün (Vinca major). Auch die Kriechspindel (Euonymus fortunei radicans) ist ein guter Bodendecker.

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