Ein Taucher findet einen toten «Giganten»-Frosch im Titicaca-See. Foto: Arturo Munoz Saravia/WWF
Ein Taucher findet einen toten «Giganten»-Frosch im Titicaca-See. Foto: Arturo Munoz Saravia/WWF

Ein Taucher findet einen toten «Giganten»-Frosch im Titicaca-See. Foto: Arturo Munoz Saravia/WWF

dpa

Ein Taucher findet einen toten «Giganten»-Frosch im Titicaca-See. Foto: Arturo Munoz Saravia/WWF

Puno (dpa) - Ein rätselhaftes Sterben der «Giganten vom Titicaca», wie die Froschart Telmatobius genannt wird, bereitet den peruanischen Behörden Sorge.

In den vergangenen Tagen wurden im und am Fluss Rio Coata von Bewohnern und Umweltschützern über 10 000 tote Frösche gefunden, wie die Umweltbehörde SERFOR am Dienstag bestätigte. Der Fluss fließt nahe der Stadt Puno in den berühmten Titicacasee. Es wurden auch tote Vögel gefunden, die sich von Fröschen ernähren.

Als Ursache wird eine Verschmutzung des Flusses vermutet. Seit Jahren gibt es Kritik an der Einleitung giftiger, umweltschädlicher Stoffe in den auf 3800 Meter gelegenen, von der Andenkordillere eingerahmten malerischen Titicaca-See.

Die toten Tiere wurden auf einer Strecke von rund 50 Kilometern entdeckt. Schon 2015 schlugen Umweltschützer Alarm, weil der seltene Titicaca-Riesenfrosch vor der Ausrottung stehen könnte. Er kommt nur dort vor und zählt mit einem Gewicht von bis zu einem Kilogramm zu den größten Froscharten der Welt.

Schon 2012 erklärte der Global Nature Fund (GNF) das rund 190 Kilometer lange Gewässer, das von über zwei Dutzend Flüssen gespeist wird, zum «bedrohten See». Der See ist insgesamt 8288 Quadratkilometer groß - das entspricht mehr als der dreifachen Fläche des Saarlands. Der westliche Teil (56 Prozent) liegt in Peru und der östliche Teil in Bolivien (44 Prozent).

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