Bonn (dpa/tmn) - Obstbaumkrebs an Apfelbäumen schneiden Gärtner am besten noch vor dem allgemeinen Winterverschnitt heraus. Darauf weist die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen hin.

Alle von Obstbaumkrebs befallenen Äste und Zweige sollten rasch entfernt werden. Die Baumerkrankung, bei der es sich entgegen des Namens um eine Pilzinfektion handelt, zeigt sich durch ringförmige Einschnürungen an der Rinde, später kommen wulstartige Wucherungen hinzu.

Die Ast- oder Baumschere sollte während der Schnittarbeiten regelmäßig gesäubert und desinfiziert werden, etwa mit 70-prozentigem Alkohol, raten die Experten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Größere Schnittwunden lassen sich mit einem Wundverschlussmittel behandeln.

Obstbaumkrebs befällt die Bäume vor allem zur Zeit des Blattfalls im Herbst, nach starkem Frost im Winter und im Frühjahr, wenn die Knospen aufbrechen. Auch während des normalen Verschnitts ist die Ansteckungsgefahr hoch, weil dabei viele Wunden entstehen.

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