Bräunlich gefärbte Blätter eines Kastanienbaumes deuten auf den Befall der Rosskastanien-Miniermotte hin.
Bräunlich gefärbte Blätter eines Kastanienbaumes deuten auf den Befall der Rosskastanien-Miniermotte hin.

Bräunlich gefärbte Blätter eines Kastanienbaumes deuten auf den Befall der Rosskastanien-Miniermotte hin.

dpa

Bräunlich gefärbte Blätter eines Kastanienbaumes deuten auf den Befall der Rosskastanien-Miniermotte hin.

Haan (dpa/tmn) - Mit sinkenden Temperaturen im Herbst kann man den Rosskastanien dabei zusehen, wie sie ihr Laub verlieren. Oftmals hat dieses braune Hohlräume unter der Blattoberfläche - Fraßspuren von Larven der Kastanienminiermotte.

Dieses Laub muss den ganzen Herbst über regelmäßig zusammengerecht und vom Grundstück entfernt werden. Das rät Oliver Fink, Vorsitzender des Verbandes der GartenBaumschulen in Haan (Nordrhein-Westfalen).

Mit dem Herbstlaub werden auch die Puppen der letzten Mottengeneration des Jahres beseitigt. Außerdem trage das wesentlich dazu bei, den Erstbefall im kommenden Frühjahr zu verringern, erläutert Fink. Allerdings dürfe das befallene Laub auf keinen Fall auf dem eigenen Kompost verrotten. Dort könnten die Puppen überleben. Stattdessen müsse das Kastanienlaub zu einer Kompostieranlage gebracht oder mit der Biotonne, gegebenenfalls mit dem Hausmüll entsorgt werden.

Auch natürliche Fressfeinde tragen dazu bei, den Befall der Bäume mit Miniermotten zu begrenzen. Laut dem örtlichen Pflanzenschutzamt sind in Berlin parasitische Wespen und räuberische Ameisen als Gegenspieler der Motten aktiv.

Auch für heimische Meisen ist ein befallener Baum vor allem in der Brutzeit ein gefundenes Fressen. In Konstanz, Freiburg, München, Frankfurt und anderen Städten hängen Grünämter und Naturschützer deshalb verstärkt Meisenhotels in Kastanienbäume. Gärtnermeister Fink weist darauf hin, dass in jüngeren Bäumen auch gewisse Erfolge mit Pheromonfallen erzielt wurden. Sie lockten die männlichen Tiere weg.

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