Grünkohl braucht Frost
So muss das sein: Grünkohl braucht tatsächlich Frost vor der Ernte. Foto: Emily Wabitsch

So muss das sein: Grünkohl braucht tatsächlich Frost vor der Ernte. Foto: Emily Wabitsch

dpa

So muss das sein: Grünkohl braucht tatsächlich Frost vor der Ernte. Foto: Emily Wabitsch

Berlin (dpa/tmn) - Etwas mehr Süße macht jeden Kohl leckerer. Der Grünkohl sorgt selbst dafür, wenn er es vor der Ernte lange genug knackig kalt hatte. Wer ihn selbst anbaut, sollte bei der Aussaat regelmäßig das Beet wechseln.

Nach dem ersten Frost ist seine große Zeit: Der Grünkohl (Brassica oleracea var. acephala) ist ein gesunder Winterklassiker der deutschen Küche. Dass der Kohl erst nach längerer Kälteeinwirkung genießbar ist, ist kein Bauernmärchen, erklärt der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde (BDG).

Durch die tiefen Temperaturen produziert der Grünkohl mehr Zucker, als er verbraucht - und wird dadurch schmackhafter. Da dieser Vorgang nur bei lebendigen Pflanzen stattfindet, ist die Tiefkühltruhe keine Alternative. Allerdings: Die klassische «Kohl und Pinkel»-Mahlzeit ist ohnehin eher für die kalte Jahreszeit geeignet.

Das vitaminreiche Gemüse ist ungewöhnlich robust: Es gedeiht auch auf nährstoffarmen Böden gut. Die Aussaat ist ab Mitte Mai möglich. Als gute Nachbarn für den Grünkohl im Beet empfiehlt der BDG Rote Bete, Spinat oder Radicchio. Andere Kreuzblütengewächse sowie die meisten Zwiebelarten sind tabu. Außerdem ist ein regelmäßiger Standortwechsel ratsam: Erst nach drei Jahren sollte der Kohl wieder auf demselben Beet stehen.

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