Berlin/Freiburg (dpa/tmn) - Wer die Cloud hat, braucht keine externen Festplatten mehr? Kommt auf die Prioritäten an: Ein Speicher für das eigene Rechner-Netzwerk kann zum Beispiel wesentlich umweltfreundlicher sein als der Zugriff auf die Datenwolke.

Auf den eigenen Netzwerkspeicher (NAS) zu Hause müssen umweltbewusste PC-Anwender Experten zufolge nicht verzichten. Im Gegenteil: Es sei um ein Vielfaches energiesparender und CO2-effizienter, Daten zentral in den eigenen vier Wänden zu speichern, als sie auf Internet-Servern von Cloud-Dienstleistern abzulegen. Darauf weist das Öko-Institut in Freiburg hin.

Allerdings sollten Verbraucher beim Kauf eines Network Attached Storage (NAS) trotzdem darauf achten, dass dieser möglichst energieeffizient arbeitet, raten die Experten. Um noch als stromsparend zu gelten, dürfe ein NAS-Gerät mit zwei Festplatten maximal 58 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen. Im Stand-by sollte ein NAS nicht mehr als 4 Watt Leistung aufnehmen. Käufer müssten außerdem darauf achten, dass das NAS möglichst leise arbeitet.

Wer in erster Linie nur Daten speichert und nicht ständig von verschiedenen Rechnern, Smartphones, Tablets oder anderen Netzwerkgeräten auf Inhalte zugreifen möchte, kommt auch mit gewöhnlichen externen Festplatten aus. Sie haben den Vorteil, dass sie nur Energie aufnehmen, wenn sie wirklich genutzt werden. Dabei verbrauchen die kleineren 2,5-Zoll-Festplatten etwa zwei Drittel weniger Strom als 3,5-Zoll-Modelle und begnügen sich in der Regel mit dem Strom, den sie über das USB-Verbindungskabel erhalten.

Ein NAS mit einer ein Terabyte (1000 Gigabyte) großen Festplatte ist zu Preisen ab 100 Euro zu haben. Externe Festplatten mit der gleichen Speicherkapazität kosten in beiden Größen ab 70 Euro. Wer schon eine Festplatte hat, finde im Handel auch leere NAS- oder Festplattengehäuse für beide Formfaktoren.

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