Die Kirsche blüht schon. Manche Pflanzen wie die Lorbeerkirsche müssen nachts eingepackt werden. Foto: Martin Gerten
Die Kirsche blüht schon. Manche Pflanzen wie die Lorbeerkirsche müssen nachts eingepackt werden. Foto: Martin Gerten

Die Kirsche blüht schon. Manche Pflanzen wie die Lorbeerkirsche müssen nachts eingepackt werden. Foto: Martin Gerten

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Die Kirsche blüht schon. Manche Pflanzen wie die Lorbeerkirsche müssen nachts eingepackt werden. Foto: Martin Gerten

Haan (dpa/tmn) - Die Frühlingssonne ist tückisch. Die Wärme am Tag weckt viele Pflanzen vorzeitig aus dem Winterschlaf und lässt sie treiben. Nachts aber herrscht oft noch Frost. Hobbygärtner müssen daher für Schutz sorgen.

Auch wenn am Tage schon Frühling herrscht, nachts behält der Winter die Oberhand. Dann sinken die Temperaturen wieder stark - auf den Gefrierpunkt, vielerorts sind Minusgrade am Boden möglich. Wichtig für Hobbygärtner: Dieser Temperaturunterschied kann vielen frostempfindlichen Pflanzen schaden.

Denn einerseits ist ihnen tagsüber zu warm: «Wir laufen gerade draußen ja auch nicht im dicken Pelzmantel herum oder lassen ihn wenigstens offen», sagt Robert Markley vom Verband der Gartenbaumschulen in Haan in Nordrhein-Westfalen. Sind die Pflanzen zu dick unter Vlies oder Reisig eingepackt, kann das zur Bildung von Schimmel führen, wenn es feucht und warm ist. Außerdem treiben sie durch die Wärme des Winterschutzes erst recht aus - und für manche Pflanzen wie die Rosen ist das einfach zu früh. Daher sollten abgedeckte Pflanzen tagsüber ausgepackt werden.

Aber andererseits ist es den Pflanzen nachts zu kalt: Denn das frische, noch weiche und empfindliche Grün erfriert bei kalten Temperaturen - und die ganze Pflanze nimmt im schlimmsten Fall Schaden, erläutert Markley. Daher werden die Pflanzen am besten immer wieder gut eingepackt, wenn Frost droht.

Hobbygärtner lassen Gehölze im Topf, die den Winter über im Haus verbracht haben, am besten auch noch drinnen. Die Regel lautet, sie erst nach den Eisheiligen Mitte Mai ins Freie zu bringen und davor maximal ein paar Stunden zum Akklimatisieren rauszustellen. Denn davor drohen nachts in Deutschland noch Spätfröste. Sämlinge von Gemüsepflanzen, aber auch Blumen wie Duftwicken werden daher auch erst frühestens im April ausgepflanzt, wenn es weitgehend frostfrei ist, erläutert Isabelle Van Groeningen von der Königlichen Gartenakademie in Berlin.

Das größte Problem für Pflanzen im Topf ist, dass sie nun unter Wassermangel leiden können. Denn scheint die Sonne, verdunsten Immergrüne wie Buchsbaum oder Spindelstrauch Wasser - in der Folge werden sie durstig und ziehen neues Wasser aus dem Boden. Ist dieser Boden gefroren, bleibt ihnen das verwehrt. Darauf weist der Bund deutscher Baumschulen in Pinneberg hin. Daher müssen Hobbygärtner gerade Pflanzen in Gefäßen auf Balkon und Terrasse bei gutem Winterwetter ohne Minusgrade gelegentlich gießen.

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