Münster (dpa/tmn) - Die Sonne scheint, der Himmel ist blau - da zieht es viele nach draußen. Manche packen sogar schon den Grill aus. Dabei müssen sie aber an die Waldbrandgefahr denken.

Das schöne Frühlingswetter hat eine Schattenseite: Die Waldbrandgefahr ist erhöht. Fast überall in Deutschland galt laut dem Deutschen Wetterdienst am Montag (10. März) die Waldbrandstufe 3, vielerorts sogar die zweithöchste Stufe 4. Problematisch sei nicht nur die außergewöhnlich trockene Witterung, erläuterte Stefan Befeld von dem Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen. In den Wäldern liegen auch noch viel Laub vom Herbst und im Winter abgestorbene Pflanzenreste am Boden.

Da es zuletzt kaum geregnet hat, ist diese Schicht am Boden ausgetrocknet und zu gutem Brennmaterial geworden. Aber auch das Fehlen der Blätter zum Frühlingsbeginn trägt dazu bei, erklärte Befeld. Die Sonne kann den Waldboden nun besonders gut erreichen.

Spaziergänger dürfen daher im Wald und am Waldrand nicht rauchen. Tabu ist es auch, dort ein Feuer zu machen und zu grillen. Das ist in Deutschland generell vom 1. März an und den ganzen Sommer über verboten. «Wer dann mit einer Zigarette im Wald erwischt wird, muss mit einem Bußgeld rechnen», erläuterte Stefan Befeld. «Aber auch 100 Meter um den Wald herum darf kein Feuer gemacht werden.» Problematisch sind die Funken, welche schon im schwachen Wind viele Meter weit fliegen können.

Befeld rät Waldspaziergängern auch, auf ihr Auto zu achten. «Oft parkt man das Auto ja in hohen Rabatten am Wegesrand», sagte der Waldexperte. «Diese sind jetzt auch sehr trocken. Kommen Farne an den heißen Motorraum, können sie sich entzünden.» Und der Wagen wird besser nicht am Rand eines engen Waldweges abgestellt oder gar vor einer Schranke. «Wenn es denn mal brennt, muss die Feuerwehr da vorbei», erläuterte Befeld.

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