Bonn (dpa/tmn) - Ein bisschen mühsamer ist es, Blumentöpfe auf der Fensterbank von unten zu gießen. Aber es lohnt sich. Einige Topfpflanzen mögen es nicht, wenn ihr Wurzelhals, Triebe oder Blätter beim Gießen nass werden, erklärt der Zentralverband Gartenbau in Bonn.

Usambaraveilchen, Alpenveilchen, Elatior-Begonie, Columnea und Streptocarpus gehören zu den Gewächsen, die dann schnell zu Fäulnis neigen. Vor allem um die Usambaraveilchen ist es rasch geschehen, wenn durch die Nässe Grund- und Stängelfäule auftritt. Sie lässt die Pflanzen innerhalb weniger Tage eingehen.

Beim Gießen von unten hilft es, einen Untersatz darunter zu stellen und das Gießwasser dort hinein zu geben. Spätestens nach einer halben Stunde sollte überschüssiges Wasser entfernt werden. Aufmerksame Pflanzenpfleger haben die Wassermenge rasch im Griff und gießen so dosiert, dass keine Reste im Untersatz bleiben. Stehen die Pflanzen im Übertopf, ist die Kontrolle umso wichtiger, weil Wasserreste weniger auffallen. Stehende Nässe ist aber Gift für fast alle Topfpflanzen.

Wer sich die Pflege vereinfachen will, gibt ein paar saubere Steine oder Kies auf den Grund des Übertopfes und stellt die Pflanze drauf. Zwischen ihnen kann sich nicht nur überschüssiges Wasser sammeln. Wird der Topf mit einem Docht versehen - im Handel zu kaufen, aber auch leicht selbst aus einem Schnürsenkel herzustellen - kann der Raum zwischen den Steinen als Reservoir dienen, aus dem sich die Pflanze selbst ihr Wasser holt.

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