Experten der Kripo nennen Tricks und Sicherheitstechnik zum Schutz vor ungebetenem Besuch.

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Schlechte Karten für Einbrecher: Sicherheitsbeschläge am Fenster machen das Einsteigen schwer.

Schlechte Karten für Einbrecher: Sicherheitsbeschläge am Fenster machen das Einsteigen schwer.

dpa

Schlechte Karten für Einbrecher: Sicherheitsbeschläge am Fenster machen das Einsteigen schwer.

Düsseldorf. Ein leeres Haus ist ein gefährdetes Haus. Egal, ob die Bewohner nur bei der Arbeit sind oder für zwei Wochen auf Teneriffa: Einbrecher verstehen längere Abwesenheiten gerne als Aufforderung. Das zeigen auch die aktuellen Zahlen der Landeskriminalämter: 2012 nahm die Zahl der bundesweit erfassten Wohnungseinbrüche im Vergleich zum Vorjahr um fast neun Prozent zu. Besonders auffällig: Die Zahl der Tageseinbrüche stieg ebenfalls um knapp neun Prozent.

Hausherr kann seine Anwesenheit simulieren

Damit es gar nicht erst so weit kommt, können die Bewohner auch auf technische Tricks zurückgreifen. Sogenannte „Anwesenheitssimulationen“ sind ein wirksames Mittel, um potenziellen Dieben die Lust am Einbruch zu nehmen. Das erläutert die Initiative „Nicht bei mir!“. Sie wird unter anderem von der Polizeilichen Kriminalitätsprävention der Länder und des Bundes in Stuttgart getragen. Dabei sollte man jedoch auch konventionelle, einbruchshemmende Maßnahmen nicht vernachlässigen. Ein Überblick über technische Kniffe und soliden Einbruchschutz:

Die Anwesenheitssimulation funktioniert zum Beispiel so: Zeitschaltuhren steuern Rollläden, Zimmerbeleuchtung, das Radio oder den Fernseher so, dass ein normaler Betrieb vorgetäuscht wird. Auch gewohnheitsmäßige Einbrecher können deshalb erst nach längerer Beobachtung eines Objekts entscheiden, ob der Weg wirklich frei ist. Dabei könnten sie jedoch leicht Aufmerksamkeit erregen. Zudem lohnt die Mühe kaum, wenn anderorts leicht zu erkennen ist, dass niemand zu Hause ist.

Wenig subtil, dafür aber ebenso effektiv: Eine nach außen gut sichtbare Alarmanlage. Reine Attrappen werden Profis wohl kaum abschrecken, aber Gelegenheitseinbrecher werden sich angesichts des drohenden Rotlichts wohl zweimal überlegen, ob sie das Risiko auf sich nehmen.

Auf Abschreckung und Tricks allein sollte man sich ohnehin nicht verlassen, denn die Investition in einbruchhemmende Türen und Fenster lohnt sich: Mehr als ein Drittel der Einbruchsversuche scheitern an eingebauter Sicherheitstechnik, erklärt die Initiative „Nicht bei mir!“. Bei deren Auswahl und Einkauf muss man jedoch genau hinschauen.

Fenster benötigen aufhebelsichere Pilzkopfzapfen

In einem Punkt sollten die Bewohner auf technische Hilfsmittel verzichten: Ein ständig aktivierter Anrufbeantworter signalisiert Kriminellen bei Kontrollanrufen die Abwesenheit der Bewohner. Besser, sie stellen ihn aus. Auf keinen Fall sollten sie jedoch Ansagen wie diese aufsprechen: „Familie XY ist für zwei Wochen im Urlaub und in dieser Zeit nicht zu erreichen.“

Sichere Türen haben Wandverankerungen, Bänder und einen Scharnierseitenschutz sowie Zusatzschlösser. Ein Querriegelschloss geht über die gesamte Breite der Tür. Ein Schloss mit Sperrbügel verhindert, dass die Tür direkt ganz aufgeht. Sinnvoll ist auch ein Schließzylinder mit Beschlag und Schließblech.

Fenster brauchen aufhebelsichere Pilzkopfzapfen, die am ganzen Fensterrahmen verteilt sind. Wird das Fenster geschlossen, greifen sie in verschraubte Stahlschließbleche im Rahmen und verringern das Risiko, dass das Fenster aufgehebelt wird. Die Scharniere sollten zusätzlich abgesichert werden mit dem sogenannten Scharnierseitenschutz. Sinnvoll seien auch abschließbare Fenster.

Das Fensterglas muss Wurfgeschossen standhalten. Wer seine Fenster nicht gleich austauschen möchte, kann eine Sicherheitsfolie nachträglich auftragen. Ebenfalls sollten Hausbesitzer daran denken, Rollläden, Lichtschächte sowie Fenster und Türen im Keller und am Balkon abzusichern. Natürlich müssen alle Eingänge zum Haus bei Abwesenheit immer verschlossen sein. Bei höherem Risiko rät die Initiative zu Alarmanlagen.

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