Koblenz (dpa) - Ein Hauseigentümer muss die Schäden an seiner Grundstücksmauer aus eigener Tasche bezahlen, wenn diese durch einen Sturm entstanden sind. Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz entschieden.

Nach Auffassung der Richter fällt eine solche Mauer nicht unter den Schutz der Wohngebäudeversicherung. Mit dem Urteil wies das OLG die Klage eines Hauseigentümers gegen seine Versicherung ab (Aktenzeichen: 10 U 148/11).

Während eines Sturms waren zwei Fichten im Garten des Klägers umgestürzt und hatte die Grundstücksmauer beschädigt. Der Kläger argumentierte, jeder Laie gehe davon aus, dass die das Grundstück umgebende Mauer zum Wohngebäude gehört. Daher müsse auch ein Versicherungsschutz bestehen.

Während das Landgericht Trier der Zahlungsklage stattgegeben hatte, sah das OLG die Sache anders. Die Mauer sei quasi Zubehör zum Grundstück, ähnlich wie beispielsweise Hundezwinger, Geräteschuppen oder ein Gartenhaus. Sollten diese auch vom Versicherungsschutz erfasst werden, müsste dies im Vertrag ausdrücklich vereinbart sein.

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