Schellackfabrik
Der goldbraune Harz des Schellacks wird zur Versiegelung von antiken Möbeln verwendet. Der Lack basiert auf den Ausscheidungen von Lackschildläusen. Foto: Ingo Wagner

Der goldbraune Harz des Schellacks wird zur Versiegelung von antiken Möbeln verwendet. Der Lack basiert auf den Ausscheidungen von Lackschildläusen. Foto: Ingo Wagner

dpa

Der goldbraune Harz des Schellacks wird zur Versiegelung von antiken Möbeln verwendet. Der Lack basiert auf den Ausscheidungen von Lackschildläusen. Foto: Ingo Wagner

Berlin (dpa/tmn) - Schellack, mit dem ältere Möbel oft versiegelt sind, wird aus natürlichem Gummilack gewonnen. Für die Pflege eignet sich daher Grüne Seife besser als Möbelpolitur.

Alte Möbel mit einer Oberfläche aus Schellack sollten nicht mit konventionellen Möbelpolituren gepflegt werden. Denn diese können Stoffe wie Silikone enthalten, die in das Holz eindringen, erläutert der Restaurator Manfred Sturm-Larondelle aus Berlin. Das Silikon etwa lasse sich bei einer Restaurierung nicht mehr entfernen. Und neue Lacke haften oft nicht mehr am Möbel.

Der Restaurator empfiehlt bei stärkerer Verschmutzung nur einen Spritzer Schmierseife, auch als Grüne Seife bekannt, zu benutzen. Verwendet werden sollte auch destilliertes Wasser. Dieses sei frei von Kalksulfat, Kalziumbikarbonat, Magnesium und Chlor, die sich auf dem Möbel ablagern können. Oberflächen, die empfindlich auf Feuchtigkeit reagieren, sollten man mit einem nur nebelfeuchten Tuch wischen. Leinen- oder Mikrofasertücher seien geeignet.

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