Köln (dpa/tmn) - Umweltbewusste Heimwerker können unangenehme Gerüche aus einem Waschbeckenabfluss mit Essigessenz bekämpfen. Diese wirke zwar nicht so schnell wie chemische Reinigungsmittel, sei aber ökologischer, erläutert Michael Pommer von der DIY-Academy in Köln.

Der Heimwerker dürfe allerdings nicht ungeduldig werden und auf den bereits im Abfluss stehenden Essig zusätzlich ein chemisches Mittel gießen. Denn dabei könnten giftige Gase entstehen. Wer auf Chemie nicht verzichten will, sollte auf flüssige oder gelartige und nicht auf kristallartige Produkte zurückgreifen. Denn feste Stoffe seien zur Reaktion auf Wasser angewiesen, erklärt Pommer.

Allerdings sei gerade Wassermangel im Siphon, dem S-förmigen Rohr unter dem Waschbecken, häufig die Ursache für den unangenehmen Geruch. Ist nicht genug Wasser vorhanden, könne die chemische Reaktion so stark sein, dass sie das Rohr beschädigt. Rohre aus Kunststoff können sogar schmelzen.

Grundsätzlich müsse die Anwendung zwei- bis dreimal hintereinander und dann regelmäßig über das Jahr verteilt wiederholt werden. Hilft das nicht, sollte sich ein Fachmann den Abfluss anschauen, rät Pommer. Denn ein Grund für die Geruchsbildung könnte sein, dass das Abwassernetz im gesamten Haus schlecht belüftet ist.

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