Ein begehbarer Kleiderschrank
Zwei gegenüberstehende Schränke ohne Türen und in der Mitte ein Durchgang: Fertig ist der begehbare Kleiderschrank.

Zwei gegenüberstehende Schränke ohne Türen und in der Mitte ein Durchgang: Fertig ist der begehbare Kleiderschrank.

Marks/dpa/tmn

Zwei gegenüberstehende Schränke ohne Türen und in der Mitte ein Durchgang: Fertig ist der begehbare Kleiderschrank.

Köln (dpa/tmn) - Kleider, Schuhe, Hosen, Schals, Jacken: In den Tiefen des Kleiderschranks ist der Überblick schnell verloren. Eine Ordnung ermöglicht ein begehbarer Kleiderschrank. Diesen Traum vom Luxus können geschickte Heimwerker ohne teure Schranksysteme erfüllen.

Den Luxus kann sich heute jeder leisten und den Schrank nach seinen Vorstellungen selbst gestalten, sagt Mareike Hermann von der DIY-Academy in Köln. Am einfachsten ist es, wenn eine Abstellkammer oder ein kleiner Raum leer stehen. Mit einfachen Holzregalen kann ein nutzloses Zimmer schnell zu einem begehbaren Kleiderschrank umfunktioniert werden. Steht kein separater Raum zur Verfügung, kann der Schrank auch im Schlafzimmer integriert werden. «Vor dem Schrank sollte es aber ausreichend Bewegungsfreiheit geben», sagt Hermann. Für den begehbaren Schrank sollte man mindestens eine Fläche von 2 Metern Tiefe und einer Länge von 2,50 Meter mal 3 Metern einplanen.

Dann könnten beispielsweise zwei Kleiderschränke ohne Türen gegenüber gestellt werden, rät Hermann. Einer steht an der Wand und einer direkt gegenüber im Raum. Lässt man einen Durchgang, kann das auf der anderen Seite des Zimmers spiegelverkehrt wiederholt werden. Alte Schränke, bei denen man die Türen herausnimmt, finden so eine weitere Verwendung, sagt die Wohnexpertin Katharina Semling aus Oldenburg. Auch unter einem Hochbett könne ein begehbarer Kleiderschrank entstehen. «Unter das Hochbett stellt man Regale und einen Schrank», sagt die Raumdesignerin Nadine Augustat-Lehmann aus Dortmund.

Außerdem können bei allen Varianten zusätzlich Rigips-Platten vom Boden bis zur Decke eingezogen werden. «So kann am besten ein eigener Raum erzeugt werden», sagt Semling. Auch Gardinenstangen mit Vorhängen an der Decke können einen Raum optisch abteilen. Bei kleineren Nischen reicht auch eine Klemmstange mit einem Vorhang.

Für die Aufteilung in den Schränken überlegt man sich besser vorher, welche Art von Kleidung in den begehbaren Schrank passen soll. Für Pullover und T-Shirts sollten die Fächer nicht zu hoch sein, damit die Stapel nicht umfallen, rät Hermann. Bei Ausnutzung der Deckenhöhe können nur selten gebrauchte Kleidung und Schlafsäcke oder Skihosen ganz oben untergebracht werden. «Das, was man täglich braucht, sollte auf Augenhöhe gelagert werden», ergänzt Semling.

Möchte man Schuhe im Kleiderschrank lagern, braucht es eine ausreichende Belüftung: «Schuhe können auf einer Stange oder einer gelochten Platte gelagert werden», so Semling. Zur Unterbringung kleiner Accessoires wie Gürtel oder Tücher eignen sich Schachteln oder Schuhkartons. «Am besten sind Schachteln mit einem kleinen Sichtfenster. Sonst kann man die Kartons auch beschriften oder ein Foto des Inhalts draufkleben.»

Die Rigips-Platten oder die Rückenwände der Schränke können passend zum Schlafzimmer gestrichen oder tapeziert werden, rät Augustat-Lehmann. «Auf den sichtbaren Regalseiten kann man zum Beispiel eine schöne Fototapete anbringen», ergänzt Semling.

Ein Spiegel gehört in jeden begehbaren Kleiderschrank. Glühbirnen rund um den Spiegel sorgen für eine gleichmäßige Beleuchtung. Weitere Extras machen den Schrank luxuriös. «Wenn man Platz hat, kann man einen höheren Tisch oder eine Bank in den Schrank stellen oder Haken aufhängen», sagt Semling. So lässt sich während der Auswahl der Garderobe auch mal etwas ablegen oder sich hinsetzen.

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