Holzfeuer in einem Kamin
Belästigt der Rauch eines offenen Kamins die Nachbarn, darf er dem Berliner Urteil zufolge an maximal acht Tagen im Monat jeweils höchstens fünf Stunden am Stück qualmen. Foto: Patrick Pleul

Belästigt der Rauch eines offenen Kamins die Nachbarn, darf er dem Berliner Urteil zufolge an maximal acht Tagen im Monat jeweils höchstens fünf Stunden am Stück qualmen. Foto: Patrick Pleul

dpa

Belästigt der Rauch eines offenen Kamins die Nachbarn, darf er dem Berliner Urteil zufolge an maximal acht Tagen im Monat jeweils höchstens fünf Stunden am Stück qualmen. Foto: Patrick Pleul

Berlin (dpa/tmn) - Wer einen offenen Kamin im Haus hat, kann sich im Winter auf schöne Stunden vor knisterndem Feuer freuen. Doch es gibt Einschränkungen - wenn der Rauch die Nachbarschaft belästigt.

Ein offener Kamin darf nur gelegentlich genutzt werden. Denn der Rauch kann die Nachbarn erheblich beeinträchtigen. In einem solchen Fall ist es angemessen, wenn der Kamin an maximal acht Tagen im Monat jeweils höchstens fünf Stunden am Stück qualmt. Das berichtet die Zeitschrift «Das Grundeigentum» (Heft 10/2013) unter Berufung auf ein Urteil des Kammergerichts Berlin (AZ 21 U 131/08).

In dem verhandelten Fall hatte ein Hausbesitzer seinen offenen Kamin im Winter regelmäßig benutzt. Den Nachbarn stank das allerdings, sie fühlten sich durch den Qualm belästigt. Daher zogen sie gegen den Kaminbesitzer vor Gericht.

Mit Erfolg: Der offene Kamin dürfe nicht ständig betrieben werden, entschied das Gericht. Die Nachbarn hätten eingehend geschildert, dass sie durch den Qualm belästigt werden. Dies müssten sie nicht hinnehmen. Dass in der Nachbarschaft auch andere offene Kamine betrieben werden, sei unerheblich.

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