Zimtstangen
Auf die Sorte achten: Bestimmte Zimtsorten enthalten zu viel Cumarin. Foto: Jens Schierenbeck

Auf die Sorte achten: Bestimmte Zimtsorten enthalten zu viel Cumarin. Foto: Jens Schierenbeck

dpa

Auf die Sorte achten: Bestimmte Zimtsorten enthalten zu viel Cumarin. Foto: Jens Schierenbeck

Berlin (dpa/tmn) - Wer gern viel Zimt beim Kochen und Backen verwendet, sollte möglichst Ceylon-Zimt nehmen. Denn dieser enthält deutlich weniger Cumarin als Cassia-Zimt.

Cumarin kann bei empfindlichen Menschen schon in relativ geringen Mengen die Leber schädigen. Darauf weist das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin in einer aktualisierten Stellungnahme auf Basis neuer Daten hin.

Seit 2011 gelten nach Bestimmungen der Europäischen Union 0,1 Milligramm Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht am Tag als tolerierbare Dosis. Kleinkinder mit einem Gewicht von 15 Kilogramm nehmen die für sie vertretbare Menge Cumarin zu sich, wenn sie etwa sechs kleine Zimtsterne (circa 30 Gramm) oder 100 Gramm mit Zimt gewürzte Lebkuchen essen.

Wer für ein bis zwei Wochen die akzeptable Höchstmenge überschreitet, muss sich laut dem BfR noch keine Sorgen machen. Bedenklich könnte es aber werden, wenn kleine Kinder mit einem Gewicht von 15 Kilogramm längere Zeit eine Menge von mehr als 0,5 Gramm Cassia-Zimt mit durchschnittlichen Cumaringehalten pro Tag zu sich nehmen. Bei 60 Kilogramm schweren Erwachsene ist die vertretbare Menge bei 2 Gramm ausgeschöpft.

Neben dem herben Cassia-Zimt aus China finden Verbraucher auch den in Sri Lanka heimischen, fein-aromatischen Ceylon-Zimt, der deutlich weniger Cumarin enthält. Das BfR schlussfolgert aufgrund einer neuen Studie, dass Cumarin aus Cassia-Zimt fast genauso gut vom Körper aufgenommen wird wie als isolierte Substanz.

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