Man weiß nicht, was drin steckt: Frei verkäufliche Lifestyle-Arzneien aus dem Internet können Stoffe enthalten, die zum Beispiel abhängig machen oder zu Kreislaufversagen führen können. Foto: Armin Weigel
Man weiß nicht, was drin steckt: Frei verkäufliche Lifestyle-Arzneien aus dem Internet können Stoffe enthalten, die zum Beispiel abhängig machen oder zu Kreislaufversagen führen können. Foto: Armin Weigel

Man weiß nicht, was drin steckt: Frei verkäufliche Lifestyle-Arzneien aus dem Internet können Stoffe enthalten, die zum Beispiel abhängig machen oder zu Kreislaufversagen führen können. Foto: Armin Weigel

dpa

Man weiß nicht, was drin steckt: Frei verkäufliche Lifestyle-Arzneien aus dem Internet können Stoffe enthalten, die zum Beispiel abhängig machen oder zu Kreislaufversagen führen können. Foto: Armin Weigel

Frankfurt/Main (dpa/tmn) - Ob Anti-Aging- oder Schlankheitspille: Online ist für so gut wie jedes Problemchen das passende Mittel zu haben. Solche Lifestyle-Arzneien sind zwar nicht immer schädlich - mitunter aber können sie extrem gefährlich sein.

Wirkt ein online erworbenes, frei verkäufliches Lifestyle-Medikament nach der Einnahme ungewöhnlich schnell, enthält es vermutlich rezeptpflichtige Wirkstoffe. Darauf weist Erika Fink, Präsidentin der Landesapothekerkammer Hessen hin. Betroffene sollten sich dann unbedingt an ihren Arzt oder Apotheker wenden. Das gelte auch, wenn das Mittel Nebenwirkungen hat. Nur so lasse sich die Gesundheit vielleicht noch retten.

Meist enthalten Lifestyle-Arzneien Vitamine, Mineralien, Eiweiße, isolierte Aminosäuren, Koffein oder Guarana. Diese sind Fink zufolge in der Regel unschädlich. Allerdings könnten Schlankheitsmittel und Präparate zur Leistungssteigerung auch Stoffe enthalten, die abhängig machen und zu totaler Erschöpfung mit Kreislaufversagen führen können. Manche Glückspillen auf Psychopharmaka-Basis könnten auch Nervenschäden und Persönlichkeitsveränderungen verursachen. Und bei Anti-Aging-Mitteln, die Hormone enthalten, sei noch nicht klar, dass sie kein Krebsrisiko bergen.

Wer online Medikamente bestellt, dem rät Fink, darauf zu achten, dass es sich um eine zertifizierte Internet-Apotheke handelt. Erkennbar sei das am Siegel des Deutschen Instituts für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI). Außerdem müsse im Impressum eine Vor-Ort-Apotheke genannt sein und es dürften keine verschreibungspflichtigen Arzneien ohne Rezept abgegeben werden.

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