Medikamente
Gleicher Wirkstoff, gleiche Wirkung: Apotheker müssen dann das Mittel abgeben, für das die Krankenkasse mit einem Hersteller den Rabatt verabredet hat. Foto: Jens Kalaene

Gleicher Wirkstoff, gleiche Wirkung: Apotheker müssen dann das Mittel abgeben, für das die Krankenkasse mit einem Hersteller den Rabatt verabredet hat. Foto: Jens Kalaene

dpa

Gleicher Wirkstoff, gleiche Wirkung: Apotheker müssen dann das Mittel abgeben, für das die Krankenkasse mit einem Hersteller den Rabatt verabredet hat. Foto: Jens Kalaene

Berlin (dpa) - Viele gesetzlich Krankenversicherte, die regelmäßig auf Medikamente angewiesen sind, müssen sich in den kommenden Wochen auf neue Arzneimittel gefasst machen. Schuld sind neue Rabattverträge bei vielen Krankenkassen.

Millionen gesetzlich Krankenversicherte müssen sich auf neue Arzneimittel einstellen. Der Grund seien neue Rabattverträge bei vielen Krankenkassen, berichtete der Deutsche Apothekerverband (DAV) am Dienstag (8. Januar) in Berlin.

Hintergrund ist, dass viele verschiedene Mittel denselben Wirkstoff haben und somit gleich wirken. Die Apotheker müssen dann das Mittel abgeben, für das die Kasse mit einem Hersteller den Preisnachlass verabredet hat. Seit dem 1. April 2007 sind sie dazu verpflichtet.

«Gerade bei chronisch kranken Menschen, die ihre Medikamente genau kennen, führt das zur Verunsicherung», sagte der DAV-Vorsitzende Fritz Becker. Es liege an den Apothekern, das Vertrauen der Patienten in ihre Medikation wieder herzustellen.

Seit 1. Januar gelten laut DAV unter anderem Rabattverträge der IKK Classic über etwa 150 Wirkstoffe. Zum 1. Februar würden mehr als 40 Betriebs- und Innungskrankenkassen ihre Versicherten mit neuen Rabattarzneimitteln für mehr als 150 Wirkstoffe versorgen. Ebenfalls zum 1. Februar habe die Techniker Krankenkasse Rabattverträge für mehr als 20 Wirkstoffe abgeschlossen.

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