Tee-Cocktails
So sehen sie aus, die neuen Cocktails mit Tee: Farbenfroh und aromatisch kommen die Kreationen daher. Foto: FIZZZ/Cordula Giese

So sehen sie aus, die neuen Cocktails mit Tee: Farbenfroh und aromatisch kommen die Kreationen daher. Foto: FIZZZ/Cordula Giese

dpa

So sehen sie aus, die neuen Cocktails mit Tee: Farbenfroh und aromatisch kommen die Kreationen daher. Foto: FIZZZ/Cordula Giese

Düsseldorf (dpa/tmn) - Spirituosen und Säfte im Mixgetränk - das war gestern. Angesagt sind nun Cocktails, bei denen Tee ein wesentlicher Bestandteil ist. Allerdings handelt es sich dabei nicht um einen simplen Aufguss. Der Tee «parfümiert» Hochprozentiges mit besonderem Aroma.

Ostfriesen-Tee in einem Cocktail - für Arnd Heißen ist dies nicht ungewöhnlich. Mixgetränke mit Tee sind eine Spezialität des 29-jährigen Barmanagers im «Curtain Club» des Hotels «Ritz-Carlton» in Berlin. «Die meisten Cocktails stellen wir bei uns mit Tee-Infusionen her», sagte Heißen auf der internationalen Wein- und Spirituosenmesse ProWein (4. bis 6. März) in Düsseldorf. Dazu legt er Teesorten jeglicher Geschmacksrichtung in Rum, Gin, Cognac, Wodka oder anderes Hochprozentige ein - je nachdem, welche Aromen später gewünscht werden.

Für die Infusionen gilt die Faustregel: ein Teelöffel Tee auf 100 Milliliter Spirituose. Der Rest unterscheidet sich kaum vom Teekochen. «Wer es bitter möchte, der lässt schwarze und grüne Teesorten im Alkohol länger ziehen», erklärte Heißen. Sorten mit Früchten oder Kräutern brauchen mindestens acht Minuten, bis sich ihre Aromen lösen - und das gilt auch fürs Einlegen in Alkohol.

Danach wird alles abgeschüttet, und die gewünschte Infusion ist fertig. «Dann braucht man nur noch Zitrone sowie Zucker dazuzugeben und fertig ist ein Sour», erläuterte der Barkeeper. Wer also seinen Freunden zum Beispiel einen «Ostfriesen Rum Sour» kredenzen will, der mixt die entsprechende Infusion mit Rum, Zitrone und Zucker. «Das ist eine einfache Sache, mit der man seinen individuellen Drink kreieren kann», so der Bartender, der seine Kreationen bei der ProWein in der Lounge der Szenegastronomie-Zeitschrift «Fizzz» vorstellte. «Ich finde es immer schön, wenn etwas selbst gemacht ist.»

Ganz nach diesem Motto stellt er für seine ausgefallenen Parfüm-Cocktails - sogenannte Fragrance-Cocktails - viele der Zutaten, etwa Sirup, selbst her oder verfeinert fertige auf individuelle Weise. Dafür kreiert er mit Tees besonders aromatische Infusionen, die beispielsweise ein Yuzu-, Jasmin-oder Bergamotte-Aroma haben. Heißen und sein Team arbeiten mit einer Parfüm-Box, die zurzeit zehn verschiedenen Parfümflaschen enthalten. Der Gast kann an den Mustern riechen und einen Drink nach seinem favorisierten Duft bestellen.

So legt der Mixmeister für den Cocktail «Jicky» die Teesorte Earl Grey in Rum ein und shakert die Infusion mit selbst gemachtem Lavendel- und Vanillesirup, frischem Rosmarin sowie frisch gepresstem Zitronensaft. Und fertig ist ein Getränk, dessen Duft an das französische Parfüm erinnert. «Chi» dagegen besteht aus Rum mit einer Infusion aus Kamillentee, der mit Wermut, Lavendelsirup und einem Bitter harmoniert.

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