Seitenstiche beim Jogging
Seitenstiche können beim Joggen mächtig nerven. Man kann sie aber leicht vermeiden.

Seitenstiche können beim Joggen mächtig nerven. Man kann sie aber leicht vermeiden.

Daniel Karmann/dpa

Seitenstiche können beim Joggen mächtig nerven. Man kann sie aber leicht vermeiden.

Köln (dpa-infocom) - Erst ist es nur ein kurzes Ziehen in der Seite, irgendwann sticht und pocht es, bis dem Jogger fast die Luft wegbleibt: Seitenstiche. Ein Experte verrät wie Sportler die Schmerzen verhindern können.

Seitenstiche können jeden Sportler treffen. Bis heute wisse die Wissenschaft nicht hundertprozentig, wie Seitenstiche entstünden, sagt Ingo Froböse, Leiter des Zentrums für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. Man gehe aber davon aus, dass die Ursache im Zwerchfell liege. Es ist der Muskel, der bei der Atmung hilft. Das Zwerchfell wird in Mitleidenschaft gezogen, wenn der Mensch unruhig atmet, gestresst oder einer plötzlichen Belastung ausgesetzt ist. «Die das Zwerchfell fixierenden Bänder verkrampfen sich, und das ist dann der Seitenstich», erklärt Froböse.

Mit diesen Tipps lassen sich Seitenstiche vermeiden:

Ruhe: Gleichmäßig, rhythmisch und tief atmen. Bewusst in den Bauch einatmen. Gespräche während des Sports vermeiden.

Dehnen: Sind die Seitenstiche doch einmal da, sollten Sportler weiter tief und bewusst atmen sowie die Seiten dehnen. Dabei hilft die sogenannte Flankendehnung: stehenbleiben, den Körper leicht nach rechts lehnen, dabei den linken Arm gestreckt über dem Kopf halten. In die linke Flanke atmen. Kurz halten. Danach die Seite wechseln.

Weniger ist mehr: Treten die Seitenstiche immer wieder auf oder wollen bei der Joggingrunde einfach nicht aufhören, sollten Sportler die Belastung reduzieren - beispielsweise gehen statt laufen.

Sportlich sein: Je trainierter jemand ist, desto seltener bekommt er Seitenstiche.

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