Rauchen
Rauchen kann genetische Schäden verursachen - möglicherweise schon mit der ersten Zigarette.

Rauchen kann genetische Schäden verursachen - möglicherweise schon mit der ersten Zigarette.

dpa

Rauchen kann genetische Schäden verursachen - möglicherweise schon mit der ersten Zigarette.

New York (dpa) - Krebserregende Stoffe in Zigaretten brauchen nach einer neuen Studie nur wenige Minuten, um den Grundstein für spätere Tumore zu legen. Forschern gelang es erstmals, das Wirken der polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) zu verfolgen.

Demnach vergehen nur 15 bis 30 Minuten nach dem Rauchen, bis die PAK sich zu einer Substanz im Blut verwandelt haben, die genetische Veränderungen und damit Krebs auslösen kann. Stephen S. Hecht von der Universität von Minnesota und Kollegen stellten das Ergebnis ihrer Studie im Fachjournal «Research in Chemical Toxicology».

Nach Angaben von Hecht werden die PAK in Zigaretten mit Lungentumoren und mindestens 18 weiteren Krebsarten in Verbindung gebracht. Lungenkrebs fordert weltweit etwa 3000 Todesopfer am Tag; 90 Prozent der Fälle gehen nach Schätzungen auf das Rauchen zurück.

Wer glaube, rechtzeitig wieder aufhören zu können, erliege einem Irrtum, warnen die Forscher. Die genetischen Schäden träten nicht erst nach Jahren auf, sondern unter Umständen schon nach der ersten Zigarette. Die Wissenschaftler hatten Substanzen so markiert, dass sie sie im Körper von zwölf Studienteilnehmern verfolgen konnten.

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