Neumünster (dpa/tmn) - Pollenallergiker reagieren häufig auch auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch. Sie sollten die fraglichen Produkte aber nicht einfach aus ihrem Speiseplan streichen, rät Leif Erik Walther vom Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte.

Pollenallergiker leiden oft auch unter einer Lebensmittelunverträglichkeit. Dann sei es ratsam, vom Arzt abklären zu lassen, ob es sich um eine Kreuzreaktion aufgrund der Pollenallergie oder um eine echte Nahrungsmittelallergie handelt. Eine Kreuzallergie lasse sich im Zuge einer Hyposensibilisierung beziehungsweise einer spezifischen Immuntherapie gemeinsam mit der Pollenallergie behandeln.

Wer allergisch auf Frühblüher wie Birke und Hasel reagiert, verträgt laut Walther oft schlecht Paprika, Tomate, Apfel, Erdbeeren, Kümmel und Mandeln. Bei einer Gräser-Allergie kann es durch Soja-Produkte und Erdnüsse zu einem Kribbeln oder Brennen an der Lippe oder im Mund-Rachen-Raum kommen. Hintergrund ist, dass einige Eiweiße aus Obst- und Gemüsesorten ähnliche Strukturen wie Pflanzenpollen aufweisen und das Immunsystem darauf reagiert. Die Folgen können bis hin zu lebensgefährlichen Schwellungen im Kehlkopfbereich reichen.

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