Griff zur Kaffeekanne
Erst reicht eine Tasse, bald muss es eine ganze Kanne Kaffee sein. Verliert das Aufputschgetränk mit höherem Konsum seine Wirkung? Foto: Patrick Pleul

Erst reicht eine Tasse, bald muss es eine ganze Kanne Kaffee sein. Verliert das Aufputschgetränk mit höherem Konsum seine Wirkung? Foto: Patrick Pleul

dpa

Erst reicht eine Tasse, bald muss es eine ganze Kanne Kaffee sein. Verliert das Aufputschgetränk mit höherem Konsum seine Wirkung? Foto: Patrick Pleul

Berlin (dpa/tmn) - Erst reicht noch eine Tasse als Muntermacher, dann werden es drei, und schließlich ist man bei einer ganzen Kanne Kaffee am Tag. Kein Wunder - schließlich verliert Kaffee mit der Zeit an Wirkung, so hört man es zumindest oft. Aber stimmt das eigentlich?

«Die gefühlte Wirkung lässt nach», sagt Dr. Tomislav Majic aus der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus. Allerdings tritt dieser Effekt bei Koffein erst bei hohen Tagesdosen auf und ist insgesamt deutlich weniger ausgeprägt als bei Alkohol oder illegalen Drogen.

Man spricht von der sogenannten Toleranzentwicklung: «Die gleiche Dosierung hat einen geringeren Effekt beziehungsweise für den gleichen Effekt muss man mehr zu sich nehmen», sagt Majic. Diese Gewöhnung ist aber umkehrbar: «Wenn man den Kaffeekonsum wieder reduzieren würde, hätte weniger Koffein nach einer Zeit wieder mehr Effekt.»

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