Der Patient muss nicht mit der Wahl seiner Kasse einverstanden sein.

Die Einrichtung sollte mehrere Programme anbieten.
Die Einrichtung sollte mehrere Programme anbieten.

Die Einrichtung sollte mehrere Programme anbieten.

dpa

Die Einrichtung sollte mehrere Programme anbieten.

Bonn. Eine Reha kann vielen Menschen helfen. Jedes Jahr nutzen daher hunderttausende Menschen in Deutschland die Chance und nehmen eine Kur in Anspruch. Allerdings sollten bei der Klinikwahl einige Dinge beachtet werden, damit die Zeit der Kur optimal genutzt werden kann.

"Jeder Patient sollte sich seinen Kurplatz genau anschauen", rät Rotraut Schmale-Grede von der Deutschen Rheuma-Liga. "Die Erfahrung zeigt, dass immer wieder Menschen in Kliniken landen, wo sie nicht hingehören."

Auch Prof. Wilfried Mau vom Institut für Rehabilitation der Universität Halle empfiehlt, sich über die Reha-Klinik schlauzumachen. "Es ist sinnvoll, sich vorher über die genauen Angebote zu informieren und auch zu entscheiden, welche Form der Rehabilitation gut ist."

Zunächst sind jedoch einige Formalien zu beachten. Die Patienten müssen mit ihrem Hausarzt besprechen, ob eine Reha sinnvoll ist. "Arzt und Patient füllen dann einen Antrag aus, der an die Krankenkasse geht", erklärt Klaus-Dieter Koch vom Verlag Medizinische Medien Informations GmbH, der regelmäßig das "Handbuch Reha-und Vorsorge-Einrichtungen" herausgibt.

Wichtig ist, dass die Einrichtung auf die Krankheit spezialisiert ist

"Einige Patienten nennen schon in ihrem Antrag ein paar Wunschkliniken", sagt Koch. "Normalerweise versuchen die Versicherungsträger jedoch zu bestimmen, in welche Klinik man kommt." Doch auch dann stimmen die Patienten besser nicht einfach zu, rät Mau. "Man sollte beispielsweise auf der Internetseite nachschauen und sich informieren, ob die Klinik überhaupt auf das eigene Krankheitsbild spezialisiert ist." Denn wer mit der Klinikwahl nicht einverstanden ist, kann über eine Alternative verhandeln.

Gut sei auch, wenn an der Klinik Experten mehrerer Fachbereiche arbeiteten, beispielsweise Ergo-, Physio- und Sporttherapeuten. "Eine Reha-Klinik sollte multidisziplinär sein", sagt Mau. Außerdem veröffentlichen einige Kliniken auf ihren Internetseiten Qualitätsberichte. Das ist laut Mau kein Muss, sei aber ein guter Indikator für eine Klinik, da sie bestimmte Informationen über ihr Angebot transparent macht.

Schmale-Grede hat einen weiteren Tipp, wie Patienten für sich die richtige Klinik finden können: Selbsthilfeorganisationen seien sehr hilfreich, da sie über die Erfahrungen vieler Erkrankter einen Überblick haben.

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