Rostock (dpa/tmn) - Lightprodukte sind kalorienärmer als herkömmliche Lebensmittel und helfen daher beim Abnehmen - das glauben zumindest viele. Verbraucherschützer warnen: Das stimmt nicht immer.

Sogenannte Lightprodukte sind nicht unbedingt für eine kalorien-, fett- oder zuckerarme Ernährung geeignet. Darauf weist die Neue Verbraucherzentrale in Mecklenburg und Vorpommern (NVZ) hin. Denn nicht immer sind solche Lebensmittel im Vergleich zu herkömmlichen Produkten tatsächlich gesünder und leichter. Für einen besseren Geschmack der Lightprodukte wird ein reduzierter Fettgehalt beispielsweise oft durch eine erhöhte Zugabe von Zucker wieder ausgeglichen. Kalorienärmer seien solche Lebensmittel dann nicht mehr, warnen die Verbraucherschützer.

Auch Geld lässt sich mit den Diätprodukten nicht sparen. Verbraucher, die leichte Wurst- und Käsesorten suchen, sollten die Inhaltsangaben und Preise von Lightprodukten und herkömmlichen Lebensmitteln vergleichen, empfiehlt die NVZ. Auch im normalen Sortiment finden sich Sorten mit geringerem Fettanteil, die deutlich weniger kosten.

Im Vergleich zu herkömmlichen Produkten müssen Zucker-, Kalorien- und Fettgehalt in Lightprodukten um mindestens 30 Prozent reduziert sein. Ein fettarmer Joghurt darf nicht mehr als 1,5 Gramm (g) Fett je 100 Milliliter Joghurt enthalten. Zuckerarm sind Lebensmittel nur dann, wenn in ihnen je 100 g weniger als 5 g Zucker stecken.

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